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Kranzniederlegung: 90. Geburtstag von Wolfgang Mischnick

Wolfgang Mischnick
Wolfgang Mischnick
Er war das, was man im wahrsten Sinne des Wotes als liberales „Urgestein“ bezeichnen darf, schlichtweg ein Liberaler mit Leib und Seele: Wolfgang Mischnick wäre am 29. September 90 Jahre alt geworden.

 

Aus diesem Anlass legte Rolf Berndt, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit stellvertretend für Vorstand und Kuratorium, gemeinsam mit dem Schatzmeister der Hessischen FDP und Vorsitzenden der FDP Frankfurt, Dirk Pfeil, sowie dem Stiftungsratsvorsitzenden der hessischen Karl-Hermann-Flach-Stiftung, Gerold Dieke, einen Kranz an Mischnicks Grab in Kronberg im Taunus nieder.

 

Unter Anwesenheit der Familie sowie Vertretern der Kronberger Liberalen hob Berndt u. a. Mischnicks herausragende Verdienste im Zusammenhang mit der Deutschen Einheit hervor.


Als Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung von 1987 bis 1995 habe Mischnick ganz entscheidenden Anteil an der gesamtdeutschen Zusammenführung der Liberalen gehabt, u. a. indem er an der Spitze des Vereinigungsausschusses der liberalen Parteien in Ost und West stand.

 

Kranzniederlegung in Kronberg
Kranzniederlegung in Kronberg
Mischnick war ein Liberaler der ersten Stunde. Er gehörte 1945 zu den Gründern der liberalen Partei Deutschlands in seiner Geburtsstadt Dresden. Nach erheblichen Konflikten mit der SED und der sowjetischen Besatzungsmacht erfolgte 1948 die Flucht über Berlin nach Frankfurt am Main.

 

In seiner zweiten Heimatstadt Frankfurt engagierte sich Mischnick als Stadtverordneter und Fraktionsvorsitzender der FDP (1956-1961 und 1964-1968), war Mitglied des Hessischen Landtags (1954-1957, ab 1955 Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion) sowie hessischer Landesvorsitzender (1967-1977). 1957 wurde Mischnick Mitglied des Deutschen Bundestages. 1961 bis 1963 gehörte er als Minister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte der Bundesregierung an. Wolfgang Mischnick gehörte zu den Wegbereitern einer neuen Deutschland- und Ostpolitik.

 

Dirk Pfeil erinnerte an den großen Demokraten, der mit außerordentlichem Einsatz für die liberale Idee in Deutschland gekämpft habe und für den das Menschliche stets als Maßstab all seines Denkens und Handelns im Vordergrund stand.

 

Nicht nur als Parteifreund, auch als Kronberger Nachbar, gedachte auch Gerold Dieke Wolfgang Mischnicks, der vielen seiner Bekannten auch als bekennender Eintracht-Fan und passionierter Skat-Spieler in Erinnerung bleiben wird.

 

Mischnick verstarb am 6. Oktober 2002. Nicht nur seine Leistungen und Verdienste um den Liberalismus in Deutschland, sondern insbesondere auch der Mensch Wolfgang Mischnick wird unvergessen bleiben.

 

Liberaler Stichtag zum 90. Geburtstag von Wolfgang Mischnick

letzte Änderung: 04.10.2011


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