Das Gesundheitssystem der Zukunft
Immer wieder hat es in den vergangenen Jahren mehr oder weniger umfangreiche Reformen des Gesundheitssystems gegeben. Alle diese Reformen waren jedoch nur die Behandlung von Symptomen, nicht die Behandlung der Ursache der „malaise“ des Gesundheitssystems. Woran aber krankt das deutsche Gesundheitssystem? Und welche Maßnahmen sind notwendig, um die Ursachen für die Probleme zu bekämpfen? Wie lässt sich ein bezahlbares und nachhaltiges Gesundheitssystem entwickeln und welche sind die richtigen Rezepte?

Veronika Kolb
Diese Fragen wurden auf dem Gesundheitskongress des Regionalbüros Berlin-Brandenburg der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit diskutiert. Der Einladung der Stiftung für die Freiheit folgten nicht nur rund 450 Gäste und zahlreiche Pressevertreter, sondern vor allem auch namhafte Referenten aus Politik und Gesundheitswesen, die zu Beginn des Kongresses von der Leiterin des Regionalbüros Berlin-Brandenburg, Veronika Kolb, herzlich begrüßt wurden.
Ein System, in dem Elemente der Planwirtschaft vorherrschen
Besonders gerne hieß sie Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler willkommen, der mit seinem Einführungsvortrag die Veranstaltung eröffnete. Minister Rösler beleuchtete wesentliche Aspekte des Gesundheitssystems der Zukunft und stellte dar, um was es bei der Reform des Gesundheitssystems im Kern gehe. Aufgabe sei es, ein System, in dem Elemente der Planwirtschaft vorherrschen, in ein System der sozialen Marktwirtschaft umzugestalten. Rösler wies ausdrücklich darauf hin, dass ein Gesundheitssystem keine reine Marktwirtschaft sein könne und dies auch von der Regierung gar nicht gewollt sei. Vielmehr gehe es darum, ein nachhaltiges, effizientes aber auch solidarisches System zu schaffen. „Wettbewerb allein“, so der Minister, „sei aber nicht der Heilsbringer.“
Rösler zog zunächst eine kurze Bilanz nach zehnmonatiger Amtszeit. Er sei „in

Philipp Rösler
der gesundheitspolitischen Realität angekommen, vielleicht sogar aufgeschlagen“. Dies bedeute für ihn auch, dass eigene Botschaften auf ihren Bestand hin überprüft und hinterfragt werden müssen, ob diese auch in der Regierungsverantwortung noch Bestand haben könnten. Gegebenfalls müssten sie dann an die Realität in einer Koalitionsregierung angepasst werden. Dies, so kommentierte Rösler mit einem Lächeln, gelte aber auch für andere Aussagen, die im Wahlkampf gemacht worden seien.





