Kongo: Wo die Geschichte Afrikas spielt
„C’est au Congo ou se joue l’histoire de l’Afrique“

Teilnehmer am Liberalismus-Workshop
In der Demokratischen Republik Kongo fanden im November 2011 Wahlen statt, deren Ergebnisse bis Mitte Dezember erwartet werden. Im Vorlauf zu den Wahlen führte die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit einen viertätigen Workshop für Vertreter von drei verschiedenen liberalen Parteien des Kongos durch, bei dem den Teilnehmern die wichtigsten Grundlagen des Liberalismus sowie Anregungen zur Planung und Gestaltung von Wahlkampagnen vermittelt wurden. Angesichts der enormen Größe des Landes und der mangelhaften Infrastruktur wurden auch logistische Aspekte thematisiert .
Der Workshop fand im Anschluss an die diesjährige Vollversammlung des Africa Liberal Network (ALN) und in Zusammenarbeit mit der Westminster Foundation for Democracy (WFD) und den Liberal Democrats (LibDems) in Kinshasa statt.
Liberale Grundwerte als Basis jeder Wahlkampagne
Im Spätsommer 2011 trafen sich 30 Führungskräfte und Vertreter von den drei kongolesischen ALN-Mitgliedsparteien Alliance pour le Renouveau du Congo (ARC), Alliance Nationale des Démocrates pour la Reconstruction (ANADER) und Union pour la Reconstruction du Congo (UREC), um gemeinsam ihr Wissen über liberale Grundlagen und Wahlkampagnen zu vertiefen.
In zahlreichen praktischen Übungen lernten die Teilnehmer die wesentlichen Aspekte von Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten, liberaler Demokratie und freier Marktwirtschaft kennen. Sie verfeinerten ihre Kenntnisse in Gruppenarbeiten: Mit Hilfe der kongolesischen Verfassung lösten sie Fragen und praktische Anwendungsfälle zur Rechtsstaatlichkeit und zu Menschenrechten. Übungen zu den eigenen Parteistrukturen schärften das Verständnis von liberalen demokratischen Strukturen. Exemplarisch vertraten die Teilnehmer die Rechte einer kongolesischen Bäuerin, deren Grundeigentum enteignet wurde, und erfassten so die Bedeutung von Grundeigentum.





