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Konferenz zur Wirtschaftsintegration in Südasien

Der indische Ministerpräsident eröffnet die Konferenz mit dem traditionellen Entzünden der Öllampe
Der indische Ministerpräsident eröffnet die Konferenz mit dem traditionellen Entzünden der Öllampe
Die Friedrich-Naumann-Stiftung setzt sich in Südasien seit langem für mehr wirtschaftliche Freiheit, die Förderung von kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowie die wirtschaftliche Integration innerhalb der Region ein.

Partner der Friedrich-Naumann-Stiftung auf diesem Themengebiet sind vor allem die nationalen Handelskammerverbände sowie deren regionaler Dachverband SAARC Chamber of Commerce and Industry (SCCI).

<small>Der indische Ministerpräsident<br> Dr. Manmohan Singh begrüßt die<br> Konferenzteilnehmer</small>
Der indische Ministerpräsident
Dr. Manmohan Singh begrüßt die
Konferenzteilnehmer
Gemeinsam mit SCCI und dem indischen Handelskammerverband Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry (FICCI) organisierte die Friedrich-Naumann-Stiftung in Neu Delhi die erste "SAARC Business Leaders Conclave" zum Thema "South Asian Regional Integration and Growth". Teilnehmer der zweitägigen Konferenz waren führende südasiatische Unternehmer und Politiker sowie international renommierte Ökonomen. Neben dem indischen Ministerpräsidenten Dr. Manmohan Singh zählten fünf Minister aus verschiedenen SAARC-Staaten zu den Rednern. Gemeinsam analysierten die Teilnehmer Chancen und Herausforderungen, denen sich die südasiatischen Märkte im Zuge der Globalisierung zu stellen haben.

<small>Konferenzteilnehmer</small>
Konferenzteilnehmer
Die Konferenz fand bewusst nur wenige Wochen vor dem 1. Januar 2006 statt, dem geplanten Zeitpunkt des Inkrafttretens der ersten Phase des südasiatischen Freihandelsabkommens SAFTA. Die Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik gehen der neuen Ära regionaler wirtschaftlicher Zusammenarbeit somit gut informiert und zielgerichtet entgegen. Das Potential, das sich der Region durch das Freihandelsabkommen eröffnet, wird durch folgendes Zahlenbeispiel deutlich: Während der EU-Binnenhandel ca. 55% des Gesamthandelsvolumens der EU-Staaten ausmacht, liegt dieser Wert innerhalb der südasiatischen Staaten bei lediglich 5%. Bei planmäßiger Umsetzung des Freihandelsabkommens sind ein deutlicher Anstieg des südasiatischen Binnenhandels und somit starke Wachstums- und Entwicklungsimpulse für die gesamte Region zu erwarten.

Die Bedeutung der SAARC Business Leaders Conclave wurde insbesondere durch die Teilnahme des indischen Ministerpräsidenten Dr. Manmohan Singh unterstrichen, der in seiner Eröffnungsrede deutlich Nutzen und Notwendigkeit einer liberalen Wirtschaftspolitik für die Region Südasien hervorhob. Singh sprach sich für den Abbau von Handelsbeschränkungen innerhalb der Region sowie eine weitere Öffnung der südasiatischen Staaten gegenüber internationalen Märkten aus. Am Beispiel des Freihandelsabkommens zwischen Indien und Sri Lanka verdeutlichte er, dass eine Intensivierung der Handelsbeziehungen zweier Länder stets für beide Seiten, auch bei deutlichen Größenunterschieden der jeweiligen Volkswirtschaften, von Vorteil ist.

Ebenso wies der Ministerpräsident auf den Zusammenhang zwischen Wirtschaftsbeziehungen und politischer Stabilität bzw. Sicherheit hin. Je intensiver die Wirtschaftsbeziehungen in der Region, desto weniger Raum für Konflikte. Wirtschaftliche Integration ist also nicht nur als Mittel zur Schaffung von Wohlstand, sondern auch als Ansatz zur Regelung von Konflikten anzusehen.

<small>Dr. Rene Klaff, Leiter des Regionalbüros<br> Südasien, begrüßt Frau Sheila Dikshit,<br> Ministerpräsidentin von Delhi</small>
Dr. Rene Klaff, Leiter des Regionalbüros
Südasien, begrüßt Frau Sheila Dikshit,
Ministerpräsidentin von Delhi
Dr. René Klaff, Regionalbüroleiter der Friedrich-Naumann-Stiftung in Südasien, schloss sich dieser Argumentationslinie an und unterstrich nochmals die Bedeutung wirtschaftlicher Freiheit für die wirtschaftliche und politische Entwicklung der Region Südasien.

Helge Schmidt
Projektassistent im RB Südasien
letzte Änderung: 12.09.2008


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