Koju-Preis für die Friedrich-Naumann-Stiftung
Übergabe des Preises an Dr. Irmgard Schwaetzer Die Friedrich-Naumann-Stiftung hat in Korea den renommierten Koju-Preis für ihr kommunalpolitisches Engagement erhalten. Die Koreanische Gesellschaft für Kommunalwissenschaft zeichnete die liberale Stiftung am 19. Februar für ihre Leistungen bei der Förderung der kommunalen Selbstverwaltung aus. Bundesministerin a.D. Dr. Irmgard Schwaetzer, Vorstandsmitglied der Stiftung, hat den Preis am 3. März 2004 in Seoul entgegengenommen.
Mit der Preisverleihung zeichnet die Gesellschaft für Kommunalwissenschaft zum ersten Mal seit ihrer Gründung im Jahre 1988 eine Institution aus. Bislang wurden nur Wissenschaftler, die sich um die Förderung lokaler Autonomie verdient gemacht haben, mit dem Koju-Preis ausgezeichnet.
Seit sechzehn Jahren fördert die Friedrich-Naumann-Stiftung in Kooperation mit ihren koreanischen Partnern die kommunale Selbstverwaltung. Damit hat sie einen zentralen Beitrag zur Entwicklung und Festigung der noch jungen Demokratie in Südkorea geleistet. Auch in Zukunft wird die Stiftung den Prozess der Dezentralisierung mit Bildungsmaßnahmen, wissenschaftlichen Beiträgen und Politikberatung unterstützen.
Während ihrer dreitägigen Koreareise hat Frau Dr. Schwaetzer Gespräche mit Altpräsident Kim Dae Jung, dem Nationalen Sicherheitsberater Kwon Jin-ho und dem Vize-Außenminister Choi Young-jin geführt. Zentrales Thema dieser Unterredungen waren die Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel, langfristige Strategie und Perspektiven der Wiedervereinigungspolitik sowie die deutsch-koreanischen Beziehungen. Bei einem Treffen mit Abgeordneten der Uri Partei ging es um koreanische Innenpolitik, die Wahlkampf Agenda und die Strategie der Partei. Außerdem hat Frau Dr. Schwaetzer an der Graduate School for Local Autonomy, einem Partner der Stiftung, einen Vortrag zum „Hauptstadtumzug als Teil der Deutschen Wiedervereinigung“ gehalten, und an der Ewha Frauenuniversität eine Vorlesung zur „Rolle von Politikerinnen in der Deutschen Politik“ gegeben. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Vertretern der Partnerorganisationen der Stiftung, Center for Local Autonomy und der Koreanisch-Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaften, wurden die erfolgreiche Zusammenarbeit gewürdigt und betont, auch in Zukunft gemeinsam zur weiteren Demokratisierung in Südkorea beizutragen.





