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„… da soll auch dein Herz sein“

Die Stiftung auf dem 33. evangelischen Kichentag in Dresden

Besucherströme auf dem Kirchentag: Messegelände Dresden
Besucherströme auf dem Kirchentag: Messegelände Dresden
Sage da noch einer, die Liberalen hätten keine Antenne für’s Emotionale. „… da soll auch dein Herz sein“ – unter diesem Motto, einem Vers aus der bei Matthäus aufgezeichneten Bergpredigt, stand der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dresden, von dieser Zeile ließ sich auch die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit an die Elbe locken.

Drei Tage hielt sie die liberale Flagge hoch beim Christentreffen, informierte auf dem Markt der Möglichkeiten auf dem Messegelände über ihre Arbeit, vor allem über die der Begabtenförderung und des Bereichs Internationale Politik. Ihre Präsenz bei Kirchentagen, seien’s die evangelischen, seien’s die ökumenischen, hat längst Tradition. Als Stimmen der Zivilgesellschaft durfte sie auch in Dresden, der Stadt mit der legendären turm- und kuppelreichen Altstadt-Silhouette, nicht fehlen.

Hermann Otto Solms, (3. v.l.) mit Frau,…
Hermann Otto Solms, (3. v.l.) mit Frau,…
Im Umfeld des Stiftungsstandes zeigte sich der Kirchentag in seiner geballten Pluralität: Rechts der Stand der liberaler Vorfeldorganisationen – Julis, liberale Senioren etc. -, links die Partei Bibeltreuer Christen, daneben der Bundesverband schwuler Führungskräfte, vis-à-vis die AUF-Partei (die Initialen stehen für Arbeit, Umwelt und Familie).

Auch in diesem Jahr machte viel liberale Prominenz dem Stand ihre Aufwartung, darunter Irmgard Schwaetzer, Mitglied des Stiftungsvorstands, Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion Jörg van Essen, Stefan Ruppert, Kirchenpolitischer Sprecher der Fraktion, und die Europaabgeordnete Gesine Meißner.

...Vorstandsmitglieder Irmgard Schwaetzer (r.) und Peter Röhlinger am Stand der Stiftung
...Vorstandsmitglieder Irmgard Schwaetzer (r.) und Peter Röhlinger am Stand der Stiftung
Der Kirchentag ist vielfach belächelt worden, als Parteikonvent der Grünen, auf dem viel gesungen und gebetet worden sei. Am Stand selbst war von derlei gutmenschlichem Gesinnungseinerlei eher wenig zu spüren. Die Gespräche verliefen freundlich, die Diskussionen in aller Regel konstruktiv. Keine Spur mehr von der durchaus harschen Kritik, der sich der politisch organisierte Liberalismus im vergangenen Jahr in München drei Tage lang ausgesetzt sah.

In zwei Jahren findet der Kirchentag elbabwärts statt, in der Hansestadt Hamburg. Die Stiftung will wieder dabei sein.


Lars-André Richter
letzte Änderung: 27.06.2011


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