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Kinderlärm ist Zukunftsmusik

Kinderlärm ist Zukunftsmusik
Kinderlärm ist Zukunftsmusik
Vertreter aus der Praxis, Katrin Hafemann, Leiterin der Kindertagesstätte Zwergenland und Kornelia Rouvel, Leiterin Kindervilla am Griebnitzsee, Vertreter aus der Politik, Ina Lenke MdB, Familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion und Klara Geywitz MdL, Stell- vertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion der SPD Brandenburg sowie auch eine Vertreterin aus der Forschung, Dr. Heidrun Großmann vom Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Potsdam diskutierten über das aktuelle Thema der Bildung in den Kindereinrichtungen.

Aktuelle Forschungsergebnisse belegen, dass Kinder im Vorschulalter hochmotivierte, selbstgesteuerte, aktive Lerner sind, und dass die frühe Kindheit eine höchst prägende und bildsame Phase ist. Bildung beginnt nicht erst in der Grundschule. Spätestens seit PISA sollte klar sein, dass eine Kindertagesstätte viel mehr ist als eine Betreuungseinrichtung.
Ihre Bedeutung als Ort des spielenden Lernens und als erste Säule des Bildungssystems muss gestärkt werden. Kindertagesstätten brauchen einen umfassenden Bildungsauftrag. Es sollten verbindliche Bildungspläne für die Kindertagesstätten aufgestellt werden, in denen Bildungsziele klar formuliert werden. Denn im Kindergartenalter werden die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildung geschaffen. Kinder sind
unsere Zukunft – wer hier spart, verbaut sich eine positive zukünftige Entwicklung.
In den Mittelpunkt der Diskussion rückte sehr schnell die Einführung des Bildungsauftrags für Kitas.

Katrin Hafemann und Ina Lenke MdB
Katrin Hafemann und Ina Lenke MdB
Katrin Hafemann, erhofft sich einen Leitfaden für die Erziehung, aber keine bürokratischen Einengungen, die die Betreuung des Kindes vernachlässigt. Sie sieht eine wichtige Fachkompetenz auch im individuellen Umgang mit dem Kind.
Die Wissenschaftlerin Dr. Heidrun Großmann vom Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung plädierte dafür, die Bildung in den Kindergärten mehr zu fördern. Auch die Schulen müssten sich mehr auf die Kinder, die die Kinder-gärten gerade verlassen, einrichten und der gesamte Grundschulbereich könnte so übergreifend auf das Bildungsniveau der Kinder Einfluss nehmen.

Ina Lenke MdB, bekräftigte ihr Anliegen, den verbindlichen Besuch einer „Startklasse“ ab 5 Jahren für Kinder mit entsprechender Reife einzuführen. Dort soll mit klarem pädagogischem Auftrag mit spielerischen, aber zielorientierten, den Kindern angemessenen Methoden z.B. das Sprach- und Zahlenverständnis gefördert werden.

Klara Geywitz MdL, Stellvertretende Vorsitzende der Landtags-fraktion der SPD Brandenburg erklärte, dass in Brandenburg die Kinder ab dem Jahr 2005 mit fünfeinhalb Jahren in die Schule gehen – damit werden frühe Lernpotentiale besser genutzt und der erfolgreiche Übergang von der Kita in die Schule unterstützt.

Als Fazit der Podiumsdiskussion wurde eine relativ einheitliche Meinung über Erziehung und Bildung im Vorschulalter gewonnen und Moderator und Journalist Karl-Otto Sattler verabschiedete das Publikum mit den Sätzen: „Unsere Kinder von heute sind die Wissenschaftler von morgen. Politik muss dafür sorgen, dass niemand aufgrund schlechter Bildungschancen an den Rand gedrängt wird.“
letzte Änderung: 12.09.2008


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