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Jungstipendiaten in Potsdam

Einführungsveranstaltung für die Stipendiaten
Einführungsveranstaltung für die Stipendiaten
Ein Stipendium bei der Friedrich-Naumann-Stiftung zu ergattern gelingt nicht jedem. Die es geschafft haben, fanden sich am Wochenende zur Einführungsveranstaltung in Potsdam ein. Etwa 100 begabte junge Menschen hatten dabei Gelegenheit, einander kennen zu lernen und sich ein Bild von der Stiftung zu machen.

Dr. Irmgard Schwaetzer
Dr. Irmgard Schwaetzer
Vorstandsmitglied Dr. Irmgard Schwaetzer erläuterte zum Auftakt den Stipendiaten die Ziele und Aufgaben der Friedrich-Naumann-Stiftung. Sie war als Vorsitzende des Auswahlausschusses im August maßgeblich am Auswahlverfahren beteiligt. Zur Person des Namensgebers der Stiftung musste Frau Dr. Schwaetzer nicht viele Worte verlieren, hatte sie doch im Auswahlverfahren den Eindruck gewonnen, dass die Teilnehmer schon da "mit viel Wissen glänzen" konnten.

Yvonne Lindenlaub, Johann Baar
Yvonne Lindenlaub, Johann Baar
Nicht untypisch für den Auftakt einer Einführungsveranstaltung: Zu Beginn saßen meist noch Bekannte von der gleichen Hochschule zusammen. So auch Johann Baar und Yvonne Lindenlaub, die beide an der Berliner Hertie School of Governance studieren. Sie haben schon viel von der guten Vernetzung der Stipendiaten der Friedrich-Naumann-Stiftung gehört und freuen sich darauf, ihr Engagement einzubringen. Johann Baar ist unter anderem bei den JuLis und in der Studentenvertretung aktiv, Yvonne Lindenlaub ohne Parteibindung in der deutschen Sektion der Jungen Europäischen Föderalisten, die sich für ein geschlossenes Europa und eine gemeinsame europäische Politik einsetzen. „Natürlich freue ich mich aber jetzt am meisten darauf, die Mitstipendiaten kennen zu lernen“, sagt Lindenlaub zum Auftakt des Wochenendes.

Spielerisch Orientierung finden im Neubau der Stiftung
Spielerisch Orientierung finden im Neubau der Stiftung
Der Besichtung der Friedrich-Naumann-Stiftung folgte der Einstieg ins Stipendiatenleben. Im Inselhotel in Potsdam-Hermannswerder verbrachten die Studenten und Doktoranden das ganze Wochenende miteinander. Das Programm war dicht gedrängt, aber interessant: Schon am Freitagabend wurden in Workshops Präsentationen unter dem Motto „Meine Zukunft, meine Freiheit, meine Chance“ ausgearbeitet, die am Samstag vorgestellt wurden.

Lebenschancen Malawi
Lebenschancen Malawi
Im Verlauf des Wochenendes erläuterten Mitarbeiter der verschiedenen Arbeitsbereiche der Stiftung ihre Tätigkeit. Doch auch das Engagement der Stipendiaten war gefragt: Unter dem Titel „Selbstorganisation ist unser Markenzeichen“ hatte der akademische Nachwuchs die Möglichkeit, die bestehenden Stipendiatenarbeitskreise kennen zu lernen und sich ihnen anzuschließen. Initiativen standen viele zur Auswahl, zum Beispiel das Projekt „Lebenschancen Malawi“. Es wurde von Stipendiaten der Friedrich-Naumann-Stiftung unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Walter Scheel ins Leben gerufen und versucht, in einem der ärmsten Länder der Welt die gesundheitliche Lage der Einwohner zu verbessern. Durch den ehrenamtlichen Einsatz der Stipendiaten liegen die Verwaltungskosten unter 1 %, alle Spenden kommen also nahezu komplett dem Projekt zugute.

Als die Stipendiaten am Sonntag die Heimreise antraten, hatten sie eine Menge neuer Eindrücke im Gepäck. Erfahrene Mitarbeiter der Begabtenförderung der Friedrich-Naumann-Stiftung prognostizieren schon jetzt, dass einmal der eine oder andere der Teilnehmer der Veranstaltung in ein paar Jahren für die Stiftung tätig sein oder als Parlamentarier im Bundestag sitzen wird. Und vielleicht finde sich auch das eine oder andere Paar in dieser Gruppe – all diese Varianten haben die Betreuer schon erlebt.

Marie-Luise Simon
Marie-Luise Simon
Sachgebietsleiterin Marie-Luise Simon sieht derweil schon dem nächsten Auswahlverfahren entgegen. Bewerbungsschluss ist am 30. November. „Wir können verstärkt begabte Universitäts- und Fachhochschulstudierende aus Deutschland fördern und freuen uns auf interessante Bewerbungen.“ Für neue Stipendiaten zu werben, diesen Auftrag gab sie auch den anwesenden Studierenden mit auf den Weg.

Boris Eichler, Online-Redaktion

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letzte Änderung: 12.09.2008


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