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Internet-Wahlkampf: Erfolgsrezept in Südkorea
Das Seouler Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung hat in diesen Tagen eine Studie mit dem Titel: "Politics and Online Citizen Participation" veröffentlicht, die die erfolgreiche Internet-Wahlkampfkampagne des Präsidentschaftskandidaten Roh Moo-hyun im Jahr 2002 beleuchtet. Der Bericht ist auch ein Beitrag für den Rückfluss innovativer, liberaler Lösungsideen aus der Projektarbeit der Stiftung im Ausland.
Die Studie - eine internationale Version eines internen koreanischen Reports - bietet zum ersten Mal einer ausländischen Leserschaft einen tiefen Einblick in die Strategie und Umsetzung einer äußerst erfolgreichen Internet-Wahlkampfkampagne.
Rohs Wahlkampfberater starteten eine außerordentlich gut durchdachte und gut organisierte Internetkampagne, die vor allem auf die jüngeren Generationen abzielte. Außerdem riefen Rohs Unterstützer eine Online-Gemeinschaft ins Leben und warben im Internet Wähler in Diskussionsforen und Chatting Rooms.
Diese weltweit bislang einzigartige Wahlkampfkampagne verdeutlichte wieder einmal die Stärke und den Einfluss, den Cyber-Aktivismus als eine neue Form von Kommunikation und politischer Diskussion hat. Gut ein Jahr später, als Präsident Roh durch ein Impeachment-Verfahren von seinem Amt suspendiert wurde, begannen in Südkorea die Internetdrähte wieder zu glühen.