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Industriestaaten sind in der Pflicht

Dan T. Griswold vom Cato Institute forderte die Industriestaaten auf, ihre Märkte zu öffnen und damit den Entwicklungsländern Chancen zu eröffnen.
Dan T. Griswold
Dan T. Griswold
Gemeinsam mit der Botschaft der USA hatte das Büro Berlin der Friedrich-Naumann-Stiftung zu einer Veranstaltung unter dem Titel: „New World Trade Order, Economic Development and Peace“ eingeladen. Dan T. Griswold, Direktor des Center for Trade Policy Studies des Cato Institutes in Washington, D.C. legte nach einer Darstellung der Überlegenheit des Freihandels gegenüber protektionistischen Systemen den Schwerpunkt seiner Argumentation auf die Politik der Industriestaaten.

Hier wird das Eintreten für den Freihandel schnell zum reinen Lippenbekenntnis, wenn mächtige Interessengruppen tangiert werden. Diesen gelingt es immer wieder, Befürchtungen vieler Menschen zu instrumentalisieren.

Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. So geht nur ein geringer Teil der Arbeitsplatzverluste in den USA auf das Konto von Freihandel und Globalisierung. Die positiven Effekte überwiegen bei weitem – auch auf dem Arbeitsmarkt. Das gilt umso mehr für die Entwicklungsländer, bei denen der Zugang zu den Weltmärkten nicht nur die einzige Chance für wachsenden Wohlstand ist, sondern auch einen entscheidenden Beitrag bei der Entwicklung der Demokratie und bei der Bewahrung des Friedens spielt.

Griswold forderte die politischen Entscheidungsträger deshalb auf, im wohlverstandenen Eigeninteresse ihrer Länder konsequent für eine Ordnung des Freihandels einzutreten und damit in ihren jeweiligen Ländern zu beginnen.

An den Vortrag schloss sich eine intensive und zuweilen kontroverse Diskussion an. Dabei ging es unter anderem um die Chancen sehr schwach entwickelter Länder auf dem Weltmarkt und die zukünftige Rolle internationaler Organisationen wie UNO und WTO.

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