Ideal oder Real- Gibt es für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland eine faire Finanzberatung?
Müller, Everling, Schneider "Aufgabe der Politik ist es, für die richtigen Rahmenbedingungen zu sorgen", so MdB Hans-Peter Flosbach (CDU). "Doch ohne Identitätswechsel vom Sparer zum Finanzentscheider", meint Monika Müller, Inhaberin von FCM Coaching und Psychologin, "kommt es nicht zu einer fairen Finanzberatung. Eine Einstellung zu verändern, kann ein lager Weg sein und was ist Geld überhaubt?" So lautet ihre scheinbar einfache Frage an die Teilnehmer der Veranstaltung. Während zunächst Antworten aus den Lehrbüchern zu hören waren - Tauschmittel, Wertaufbewahrungsmittel, Recheneinheit-, folgten schon bald weitere Beschreibungen, wie Status, Macht Einfluss, Sicherheit und Luxus. Auf Geld wird etwas projiziert, was ein 
Bedeutung von Geld Finanzberater erst einmal beim Kunden erfragen muss, um überhaupt "fair" beraten zu können.
Die Beruftsbezeichnung "Finanzberater" ist oft irreführend, da sie selten beraten, sondern Finanzprodukte an den Kunden verkaufen. Deshalb forderten die Teilnehmer in einem Thesenpapier gerichtet an die Politiker: Klare Trennung von Beratung und Vermittlung/Verkauf und den Schutz des Berufsbildes eines Finanzberaters in Anlehnung an Steuerberater oder Rechtsanwälte. Mehrheitlich stellten die Teilnehmer auch fest, dass die Unwissenheit über wirtschaftliche Zusammenhänge und Geldanlagen äußerst groß ist. "So kommunizieren nur 30 % aller Eltern mit ihren Kinder über ihre eigene private Finanzsituation" stellt Martin Kinkel, Journalist und Buchautor, fest. "Über 240000 Jugendliche im Alter von 19 bis 20 Jahren sind in Deutschland schon überschuldet", so Kinkel, "eine Verdreifachung in nur einem Jahr !" Bildungarbeit und Aufkärung von unabhängigen Stellen und Personen sind gefordert.




