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Hirsch beim Sommerfest der Theodor-Heuss-Akademie

"60 Jahre Bundesrepublik Deutschland und 20 Jahre Mauerfall"

Burkhard Hirsch
Burkhard Hirsch
Burkhard Hirsch, politisches Vorbild für eine ganze Generation liberaler Politiker, war der Festredner auf dem diesjährigen Sommerfest der Theodor-Heuss-Akademie. Den ehemaligen Innenminister von Nordrhein-Westfalen und Bundestagsvizepräsidenten begrüßte Akademieleiter Gerhard Söltenfuß als „das Bürgerrechtsgewissen der FDP“. Auch ohne Amt kämpft Hirsch bis heute vor dem Karlsruher Verfassungsgericht erfolgreich gegen ein Übermaß an Überwachung und Kontrolle der Bürger durch den Staat. Nach Großem Lauschangriff und Luftsicherheitsgesetz ist derzeit eine Klage gegen die Vorratsdatenspeicherungen in Karlsruhe anhängig.

Burkhard Hirsch nahm die Zuschauer mit auf eine Zeitreise in Bildern durch 60 Jahre bundesdeutscher Geschichte. Er betonte das „unglaubliche Glück“ eine so lange Zeit in Frieden, Freiheit und wachsendem Wohlstand leben zu können: „Wir haben noch niemals in der deutschen Geschichte eine so lange Zeit des ununterbrochenen Friedens erlebt und waren noch nie so frei von staatlichem und sozialen Zwang.“

Publikum...
Publikum...
Es mangelte jedoch auch nicht an kritischen Bildern. Hirsch verwies darauf, dass die Frauen bis 1957 bei der Eheschließung faktisch entmündigt wurden. Alle wichtigen Entscheidungen gingen praktisch auf den Mann über, der sogar für seine Frau deren Arbeitsvertrag kündigen konnte. Die Zeit des kalten Krieges und die Gefahr eines Atomkrieges, den wohl kaum ein Deutscher überlebt hätte, ließ Hirsch vor den inneren Augen der Zuhörer vorbeiziehen. Die Leipziger Demonstrationen und die Prager Balkonszene, aber auch die Versuche des Staates aus jüngster Zeit, den Bürgern ihre Freiheitsrechte zu nehmen streifte er in seinem Vortrag.

...im Foyer der THA.
...im Foyer der THA.
Neben der Festrede wurden den Besucher mehre Ausstellungen angeboten. Das Archiv des Liberalismus zeigte Wahlplakate der FDP aus den Gründungsjahren der Republik. Es waren Kunstwerke von Gymnasiasten zu sehen, die das Thema Freiheit in sehr unterschiedlichen Interpretationen beleuchteten. Eine Ausstellung widmete sich dem Lebenswerk von Walter Scheel. Daneben konnte man sich über die Zeit der Wiedervereinigung und das Wirken der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit der vergangenen 50 Jahre informieren.

Das künstlerische Rahmenprogramm beinhaltete Musik des „Bonner Jazz Duos“ und eine Tango-Argentino-Vorführung der Tanzgruppe von Elisabeth Urbutis.

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letzte Änderung: 10.09.2009


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