Nr. 10 / 2011 | Miklos Romandy, Corinna Johannsen, Dr. Gorawut Numnak | Das Freiheitsbarometer Asien 2010
Das Freiheitsbarometer Asien ist ein Instrument, um den Grad politischer und wirtschaftlicher Freiheit und die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit in ausgewählten Ländern in Südost- und Ostasien zu messen. Das Regionalbüro für Südost- und Ostasien der Friedrich-Naumann-Stiftung (FNF) mit Sitz in Bangkok/Thailand hat diesen Index entwickelt, mit dem Ziel, Freiheit als Ganzes von einem liberalen Standpunkt aus zu untersuchen. Das Freiheitsbarometer Asien untersucht 16 ausgewählte Länder in Ost- und Südostasien nach zehn spezifischen Variablen, die in drei Kategorien zusammengefasst werden.Die Dimension „politische Freiheit“ befasst sich mit folgenden Fragen: Erstens: „Sind freie und faire Wahlen gewährleistet?" Zweitens: „Welche Rolle spielen verfassungswidrige Vetoakteure in politischen Entscheidungsprozessen?“ Und Drittens: „Inwieweit ist die Presse- und Meinungsfreiheit garantiert?". In der Kategorie „Rechtsstaat“ bewerten wir Daten und Informationen zur Unabhängigkeit der Justiz, zum Grad der Korruption sowie zum Schutz der Menschenrechte. Die Variable zur Messung der „wirtschaftlichen Freiheit“ bezieht sich auf die Sicherung der Eigentumsrechte, den Umfang der Regierungstätigkeiten (Ausgabenpolitik, Steuern und staatliche Unternehmen), die Kredit-, Arbeits- und Unternehmensbestimmungen sowie auf den Grad der Offenheit des (internationalen) Freihandels.
Folgende Länder werden hinsichtlich ihrer politischen Freiheit, der Rechtsstaatlichkeit und der wirtschaftlichen Freiheit untersucht: Japan, Taiwan, Südkorea, Singapur, Mongolei, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam, China, Kambodscha, Brunei, Myanmar, Laos und Nordkorea. Auf die zuletzt genannten fünf Länder wird in der deutschen Version des Freiheitsbarometers Asien 2010 aufgrund unvollständiger Datensätze nicht detailliert eingegangen. In der englischen Version sind diese jedoch mit aufgeführt.
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