Nr. 5 / 2011 | Dr. Hans-Georg Fleck | Auf Geisterfahrt gegen den Wind des epochalen Wandels? Israel und die Veränderungen in der arabischen Welt
Atemloses und ungläubiges Staunen sowie ein leicht bänglicher Optimismus: Das sind ganz wesentlich jene Reaktionen, denen die erdstürzenden Wandlungen in der arabischen Welt Nordafrikas und des Nahen Ostens beim westlichen Publikum begegnen. Was mit dem Sturz des tunesischen Diktators Ben Ali Mitte Januar begonnen und sich mit dem Rückzug Husni Mubaraks in Ägypten fortgesetzt hatte, sorgt nun in Libyen, Jemen, Bahrain und andernorts für Reform- oder zumindest Veränderungsdruck. Wird dies – von den Herrschenden abgesehen – zumeist und bisweilen gar mit euphorisch-gewagten historischen Vergleichen begrüßt, so scheint ein Staat der Region in seiner Bewertung der Ereignisse eindeutig aus der Reihe zu tanzen: Israel ist alles andere als freudig erregt und hoffnungsvoll, vielmehr betroffen und besorgt.Vollständigen Bericht jetzt abrufen (PDF)




