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Hamburg: Antiamerikanismus in Deutschland?

Irakkrieg, Ellenbogenkapitalismus, soziale Kälte - das sind nur einige wenige Begriffe, die häufig vorgebracht werden, sobald es um die USA geht. Warum werden solche und ähnliche Assoziationen zuerst genannt und warum wird manchmal so getan, als wenn sich die USA damit und sogar ganz allein damit beschreiben ließen? Man könnte doch auch Bündnispartnerschaft, Gastfreundschaft und Serviceorientierung nennen. Ist Antiamerikanismus oder sind amerikafeindliche Ressentiments in Deutschland verbreitet?

In der Veranstaltung am 12. April in Hamburg wird es zunächst darum gehen zu erläutern, was man unter Antiamerikanismus versteht. In diesem Zusammenhang werden die deutsch-amerikanischen Beziehungen in ausgewählten zeitgeschichtlichen Phasen betrachtet. Dann soll die Beziehung von Deutschen zu Amerikanern und zu den USA diskutiert werden: Es soll z.B. untersucht werden, ob Deutsche, in welchem Ausmaß auch immer, den Irakkrieg in eine Gleichung mit dem gesamten Land bringen und ob sie sich von Zuständen leiten lassen, über die auch viele Amerikaner sagen: „We must work on it.“ Oder ob sie erkennen, dass es in den USA, wie in anderen Ländern auch, eine heterogene Gesellschaft, eine eigene spezifische Geschichte und wechselnde Administrationen gibt.

Referent ist Dr. habil. Jakob Schissler, Politikwissenschaftler und Amerikanist im Ruhestand, er lehrte u. a. an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main und an der Freien Universität Berlin.

Infos und Anmeldung
letzte Änderung: 12.09.2008


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