Größter politischer Jugendverband in Europa

Salicha Emin und Dr. Wolfgang Sachsenröder
Die Bewegung für Rechte und Freiheiten (BRF), ursprünglich die Partei der starken türkischen Minderheit in Bulgarien, hat bei den Parlamentswahlen im Juli 2005 mit fast 13% außerordentlich erfolgreich abgeschnitten, auch weit über das Stimmenpotential der türkischstämmigen Bulgaren hinaus. Der Zuwachs hat die Partei deutlich beflügelt, allein ihre Jugendorganisation hat auf über 23.000 Mitglieder in über 180 Kreisverbänden zugelegt. Damit ist die Parteijugend der BRF zum größten politischen Jugendverband in Europa geworden.
Auch die Rolle der Jugend in der Gesamtpartei lässt sich sehen. Von den 436 BRF-Kandidaten bei den letzten Parlamentswahlen kamen 98 aus der Parteijugend. Die Altersgrenze liegt bei 35 Jahren. Von den 34 gewählten Abgeordneten sind sieben aus der Jugendorganisation. Und vor allem: 80% der BRF-Vertreter in allen Verwaltungspositionen kommen aus der Parteijugend.
Entsprechend eindrucksvoll war der Jugend - Parteitag, der am 25. und 26. Februar in Sofia stattfand. Mehr als 500 Delegierte füllten eins der größten Amphitheater im Kulturpalast im Zentrum von Sofia, aktiv unterstützt durch die Anwesenheit der gesamten Parteiführung der Mutterpartei und aller Minister der BRF in der Koalitionsregierung. Damit kann sich der Parteitag der BRF-Jugend mit vielen Parteitagen größerer Parteien messen.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung war als langjähriger Partner der Partei herzlich zum Parteitag eingeladen. In ihrem Rechenschaftsbericht unterstrich die Vorsitzende Salicha Emin die große Bedeutung der gemeinsamen Projekte für die Parteijugend und die liberale Orientierung der Mitglieder sowie die hohe Wertschätzung für diese Zusammenarbeit.
Salicha Emin, parlamentarische Staatssekretärin im Agrarministerium, die bisherige Vorsitzende, hat nicht wieder kandidiert. Als ihr Nachfolger wurde der Wirtschaftsexperte Korman Ismailov gewählt.
Projektleiter Dr. Wolfgang Sachsenröder überbrachte eine Grußadresse der Stiftung und der FDP, wobei er u.a. die Verlegung des Regionalbüros nach Sofia ankündigte, was die Delegierten mit Begeisterung aufnahmen.





