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Griechenland: Liberale Stimme muss gehört werden

Hans-Joachim Otto
Hans-Joachim Otto
Die Rekapitalisierung des privaten Sektors der Wirtschaft ist essentiell für die Überwindung der Staatsschuldenkrise in Griechenland. Ohne liquide Finanzmittel und die Möglichkeit für griechische kleine und mittlere Unternehmen (KMU), sich durch Kredite zu finanzieren, sei es fast unmöglich, die darbende Privatwirtschaft in Griechenland anzukurbeln.

Dies waren die wesentlichen Erkenntnisse der Konferenz „Griechenland - Liberal Konzepte für neue Entwicklung und Wohlstand", zu der die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit nach Berlin eingeladen hatte. Politiker und Ökonomen aus Griechenland und Deutschland unterstrichen, wie lebensnotwendig ein fairer finanzieller Wettbewerb insbesondere für griechische KMU sei. Unternehmerische Aktivitäten litten momentan nicht nur unter den behördlichen Hindernissen in Griechenland selbst, sondern auch unter einem Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten aufgrund der Finanzkrise.

Andrea Mavroidis, Paschos Mandravelis, Martin Knapp, Thodoros Skylakakis MdEP, Erwin Lotter MdB
Andrea Mavroidis, Paschos Mandravelis, Martin Knapp, Thodoros Skylakakis MdEP, Erwin Lotter MdB
In seinem Impulsvortrag betonte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft, Hans-Joachim Otto MdB, die Notwendigkeit nachhaltiger Reformen, um Stabilität in die griechische Wirtschaft zurückzubringen: „Nur wenn die griechische Regierung den Weg der Reformen weitergeht, kann Vertrauen auf den Märkten zurückgewonnen werden. Glaubwürdigkeit ist der Schlüssel für eine Rückkehr zu Normalität und Stabilität.“ Für die griechische Seite legte der Botschafter der Hellenischen Republik in Deutschland, S.E. Dimitris Rallis, die Maßnahmen dar, die die griechische Regierung bereits eingeleitet hat oder bald in Angriff nehmen wird.

Ulrich Kater, Gregoris Vallianatos
Ulrich Kater, Gregoris Vallianatos
Während Martin Knapp, ehemaliger Direktor der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer (AHK) in Athen, Erwin Lotter MdB, stv. Vorsitzender der Deutsch-Griechischen Parlamentariergruppe und Pachos Mandravelis, Kolumnist der griechischen Tageszeitung "Kathimerini", anschaulich den Niedergang des griechischen Staates beschrieben, hob Thodoros Skylakakis MEP von der liberalen Partei "Drasi" noch einmal die Tatsache hervor, dass derzeit sämtliche finanzielle Hilfe von den europäischen Partnern am Ende in den öffentliche Sektor fließen würde. Diese Praxis würde griechischen Unternehmern in keinster Weise helfen, erklärte der Europaparlamentarier.

Andrea Mavroidis, Florian Toncar MdB, Panagiotis Evangelopoulos, Ulrich Kater, Gregoris Vallianatos
Andrea Mavroidis, Florian Toncar MdB, Panagiotis Evangelopoulos, Ulrich Kater, Gregoris Vallianatos
Sowohl Skylakakis als auch Gregoris Vallianatos, Vorsitzender der griechischen Partei „Liberal Alliance“, betonten daher die Notwendigkeit einer Änderung des griechischen politischen Systems. In der gegenwärtigen angespannten Lage würde der Liberalismus als Stimme der Vernunft beinahe ungehört verhallen. „Dies zu ändern muss das Ziel aller liberalen Kräfte in Griechenland sein", waren sich beide Politiker einig.

Schließlich stellten Panagiotis Evangelopoulos, Dozent an der Universität des Peloponnes, Florian Toncar MdB, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, und Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, verschiedene Möglichkeiten vor, wie liberale Ideen in Verbindung mit einer soliden Finanzpolitik die Zukunft Griechenlands zum Besseren wenden könnten.

Markus Kaiser

Zum Artikel in englischer Sprache
letzte Änderung: 06.03.2013


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