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Grenzen des Liberalismus
Freiwillig eingegangene Vertäge sichern indviduelle Freiheit und Eigentum, nicht die Demokratie. Das war die zentrale These des Wissenschaftlers Hans- Herrmann Hoppe, der als Gast des Liberalen Institus einen spannenden Vortrag hielt.
Mit seiner radikal-liberalen Kritik an der Demokratie, die wie ein Gott behandelt werde, in Wirklichkeit aber kein Gott sei, hat Hoppe sich auch in Deutschland einen Namen erworben. Das war nicht zuletzt an der großen Zahl der Veranstaltungsteilnehmen, darunter viele junge Leute, sichtbar. Dem klassischen Liberalismus warf Hoppe vor, seine eigenen Prinzipien durch Akzeptanz einer Regierung und damit eines Rechtssprechungsmonopols und einer Besteuerungsmacht infrage gestellt zu haben. Auf diese Weise sei der Schutz individueller Freiheit und des Eigentums illusorisch geworden. Diesen Fehler habe der Liberalismus mit seinem langsamen Niedergang bezahlt. Als Alternative entwickelte Hoppe das Modell einer "natürlichen Ordnung", in der die Bürger auf der Basis von freiwillig eingegangenen Verträgen bzw. Versicherungen und der Eigenvorsorge ihre Freiheit und Sicherheit herstellen, ohne in Abhängigkeit von einer Regierung zu geraten. Hoppes Ausführungen lösten eine lebhafte Diskussion aus, bei der vor allem Aspekte der von Hoppe vorgeschlagenen Versicherungen im Mittelpunkt standen.
Rainer Erkens
Liberales Institut