Südafrika: Helen Zille erhält World Mayor Award 2008

Helen Zille Die Großnichte des deutschen Karikaturisten Heinrich Zille (1858 – 1929) und langjährige Stiftungspartnerin Helen Zille wurde von der Internetplattform „worldmayor.com“ zur weltbesten Bürgermeisterin gekürt. 820 Nominierungen aus allen Kontinenten lagen vor. Sie setzte sich gegen den Bürgermeister von Zürich, Elmar Ledergerber und seinen Amtskollegen der venezolanischen Stadt Chacao, Leopoldo Eduardo López, durch, die den zweiten bzw. dritten Platz erzielten.
Mit dem „World Mayor Awards“ werden seit 2004 kommunale Führungspersönlichkeiten ausgezeichnet, die sich um ihre Städte verdient gemacht und zu deren landesweitem und internationalem Ansehen beigetragen haben.
Als Bürgermeisterin Kapstadts, dem Sitz des südafrikanischen Parlaments und der Drehscheibe des internationalen Tourismus nach Südafrika und Namibia, hat sich Helen Zille vor allem dem Kampf gegen Kriminalität verschrieben. Außerdem setzt sie sich nachdrücklich für die Verbesserung der Servicedienstleistungen der Stadt ein. Dadurch hat sie sich der Jury und den mehr als 250.000 Abstimmungsteilnehmer zufolge, um die Stadt spürbar verdient gemacht.
Zille begann als Journalistin bei der liberalen Zeitung Rand Daily Mail, die es wagte, den Apartheidstaat offen und gut recherchiert zu kritisieren. Besonders bekannt wurde Helen Zille als sie den Mord an dem Apartheidskritiker Steve Biko aufdeckte, der in Polizeigewahrsam zu Tode gefoltert wurde.
Später arbeitete sie als Kommunikationsdirektorin für die Universität von Kapstadt und war von 1999 - 2001 Bildungsministerin in der Westkap Provinz. Lange Jahre setzte sie sich bereits als Mitglied des südafrikanischen Parlaments für liberale Anliegen ein. Rechtsstaatlichkeit in Freiheit und Verantwortung – das zieht sich als Leitmotiv durch ihre bisherige Laufbahn.
Eva-Maria Köhler-Renfordt
Johannesburg
Die Stiftung in Afrika





