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Eigentumsrechte: Grundlage einer freien Gesellschaft

Wolf-Dieter Zumpfort, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Stiftung für die Freiheit, bei der Eröffnungsrede
Wolf-Dieter Zumpfort, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Stiftung für die Freiheit, bei der Eröffnungsrede
Eigentumsrechte sind von zentraler Bedeutung für eine freiheitliche Ordnung. Privateigentum ist eines der konstituierenden Prinzipen der Marktwirtschaft, und sie bilden einen wichtigen Indikator für den alljährlichen Bericht der Wirtschaftsfreiheit in der Welt. Die Bedeutung der Eigentumsrechte läßt sich daran ermessen, dass kein reiches Land eine schlechte und ineffiziente Verwaltung von Eigentumstiteln hat, während kein armes Land eine gute und effiziente Verwaltung von Eigentumsrechten aufweist. Der peruanische Ökonom Hernando de Soto hat in bahnbrechenden Arbeiten nachgewiesen, welch großes Entwicklungshemmnis schlecht definierte und inefizient verwaltete Eigentumsrechte gerade für die ärmeren Bevölkerungsschichten darstellen.

Slum in Mumbai*
Slum in Mumbai*
Diese Aspekte waren Grund genug, Eigentumsrechte in den Mittelpunkt der alljährlichen Konferenz des asiatischen Netzwerkes zur Wirtschaftsfreiheit Economic Freedom Network Asia zu stellen. Durchgeführt wurde die Konferenz in der University of Asia and the Pacific in Manila. Organisiert wurde sie von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Zusammenarbeit mit dem Center for Research and Communication (CRC) der Universität, der Foundation for Economic Freedom (FEF) und der Philippine Economic Society (PES). Bei einer Festveranstaltung im Rahmen der Konferenz zur Feier des 50. Geburtstages der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und des 10. Geburtstages des Economic Freedom Network Asia wurde die zweite phlippinische Ausgabe des Berichts der Wirtschaftsfreiheit in der Welt vorgestellt.

Barun Mitra, Parth Shah, Alac van Gelder und Erwin Tiamson
Barun Mitra, Parth Shah, Alac van Gelder und Erwin Tiamson
Die Konferenz lockte weit über 200 Teilnehmer an, die mit internationalen Experten aus Asien, Nordamerika und Europa diskutieren konnten. Die Haupttehmen waren zum einen der allgemeine Stellenwert von Eigentumsrechten und ihren wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Dimensionen sowie die Ausgestaltung von Eigentrumsrechten in Asien; zum anderen aber auch konkrete Reformthemen wie die Ausgestaltung von Landreformprogrammen und die Verbesserung der Verwaltung von Eigentumsrechten. Im Mitelpunkt standen dabei die Eigentumsrechte and Grund und Boden – nicht verwunderlich angesichts der nach wie vor wichtigen Rolle der Landwirtschaft und des Phänomens der städtischen Slums, bei denen in der Regel Besitz und Eigentum auseinanderfallen, ohne dass es zu einer Konfliktlösung kommt.

Die Konferenz hat den Blick dafür geschärft, welche Dimensionen das Problem nach wie vor in Asien hat und wie sehr es in der Reformdiskussion vernachlässigt wird. Die eher ernüchternden Erfahrungen mit dem Landreformprogramm in den Philippinen haben die Diskussion um die Fortführung des Programms wenig beeinflusst, das Ausmaß der Probleme bei der Verwaltung von Eigentumstiteln in vielen Ländern ist den meisten Menschen unbekannt. Die Konferenzteilnehmer haben wichtige Anregungen für den Reformdiskurs in ihren Heimatländern und interessante Beispiele für Lösungsansätze mitgenommen. Da viele von ihnen in der Wissenschaft und in Think-tanks arbeiten, trägt die Konferenz nachhaltig zur Reformdiskussion in Asien bei.

Economic Freedom Network Asia
Studie Economic Freedom of the World 2008

Die Stiftung in Südostasien

*Foto: gruntzooki, flickr.com
letzte Änderung: 23.10.2008


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