Nordkoreas Weg führt nur über Entnuklearisierung

MdB Parr, Botschafter Thomas Schäfer und Projektleiter Walter Klitz im Gespräch (Foto: Johannes Klausa) Zu einem Zeitpunkt von möglicherweise innen- wie auch weltpolitischer Reichweite hielt sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Detlef Parr, der auch stellvertretender Vorsitzender der deutsch-koreanischen Parlamentariergruppe ist, auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Nordkorea auf.

Politische Verehrung. Zehntausende Schüler bilden mit Farbtafeln beim Arirang Festival das Portrait des Staatsgründers und ewigen Präsidenten Kim Il Sung (Foto: Johannes Klausa) Detlef Parr wurde vom Projektleiter der Stiftung, Walter Klitz, begleitet. In ihren Gesprächen mit hochrangigen Vertretern der Partei der Arbeit Koreas, dem für Westeuropa zuständigen stellvertretenden Außenminister Kung Sok-Ung und dem Vorsitzenden der nationalen Volksversammlung CHOE Tae-Bok konnte die Delegation feststellen, dass sich im Lande etwas getan hat. Die Ankündigung, die Stilllegung des Nuklearreaktors in Yongbyon auszusetzen und die Wiederaufnahme der Produktion von spaltbarem Material anzudrohen, war u. a. Gegenstand des Meinungsaustausches. Neben innenpolitischer Gründe scheinen unterschiedliche Interpretationen der Vereinigten Staaten und Nordkoreas über den Verifizierungsprozess des Atomprogramms Anlass für neuerliche gegenseitige Schuldzuweisungen zu sein. „Solange dieser Prozess aber weiterhin vom Willen aller Beteiligten getragen wird, Fortschritte zu erzielen, können diese Probleme bewältigt werden“, stellte Parr fest und verwies auf die mittel- und langfristigen Erfolge der liberalen Außenminister Scheel, Genscher und Kinkel und ihrer Entspannungspolitik.

Nordkorea Entgegen weitverbreiteter Spekulationen in internationalen Medien sieht der Projektleiter der Stiftung, Walter Klitz, der im vergangenen Jahr die Gelegenheit hatte, das weitgehend isolierte Land Nordkorea neunmal zu besuchen, aktuell keinen Grund zu der Annahme, dass sich das Land politisch destabilisieren könnte. „Dazu sind die Strukturen viel zu gefestigt und keiner der sogenannten „relevanten Kräfte“ des Landes kann wirklich Interesse daran haben, diese Strukturen zu ändern“. Nicht auszuschließen sei allerdings eine „Verschiebung der Machtbalance“.
Die Stiftung in Korea





