Georgischer Bildungsminister besucht Friedrich-Naumann-Stiftung

Ulrich Wacker erläutert die Geschichte des Truman-Hauses Bildung wird in Georgien groß geschrieben. Pro 1.000 Einwohner gibt es statistisch etwa 28 Studenten – mehr als in Deutschland oder in der Schweiz. Der Besuch des georgischen Bildungsministers Alexander Lomaia am Sitz der Friedrich-Naumann-Stiftung unterstrich den Stellenwert, den das Thema Bildung in der Kaukasus-Republik hat.

Alexander Lomaia, Ulrich Wacker Der Leiter des Instituts für Internationale Zusammenarbeit und Politikberatung, Ulrich Wacker, schilderte dem Besucher zunächst die Aktivitäten der Stiftung in Georgien. Im Mittelpunkt der Arbeit stand und steht die Unterstützung des Transformationsprozesses zu Demokratie, Rechtsstaat und Marktwirtschaft. Ein Büro in Tbilissi gibt es seit 2002. Lomaia bedankte sich für die Unterstützung und hob den Stellenwert hervor, den Bildung in seinem Land genießt. Georgiens Regierung will die Bildungsausgaben drastisch steigern. Präsident Saakaschwili nannte Georgiens Reichtum einmal nicht Gold und Erdöl, sondern „unsere Begabung, unseren Intellekt, unsere Fähigkeiten, unsere Bildung und unsere gebildeten Menschen.“ Lomaia wies allerdings auch auf Probleme hin, die dem etwa fünf Millionen Einwohner zählenden Land aus dem angespannten Verhältnis zu Russland entstehen – dies wirke sich auch auf den Bildungsbereich aus, wenn es etwa um die Anerkennung georgischer Diplome gehe.

Alexander Lomaia (Mitte), re. davon Ulrich Wacker und Dr. Christian Taaks, li. Dr. Detmar Doering Der Leiter des liberalen Instituts, Dr. Detmar Doering erläuterte die Arbeit des liberalen Think-Tanks und berichtete von Plänen, in Georgien eine Konferenz zum Thema „free economy“ zu organisieren. Dr. Peter Altmiks vom Liberalen Institut stellte dem Gast ausführlich die Bildungsinitiative „pro kopf“ der Friedrich-Naumann-Stiftung vor. Schwerpunkte legte er auf liberale Ideen zu Hochschulpolitik und Exzellenzinitiative. Besonders seine Ausführungen zum Zusammenhang von Bildungsgrad und Arbeitslosigkeit stießen auf das Interesse des Gastes, wie sich in der anschließenden Diskussion zeigte.

Diskussion über "pro kopf": Li. Dr. Peter Altmiks, re. Alexander Lomaia Lomaia unterstrich mehrfach die Bedeutung, die nicht nur die Bildung, sondern auch Freiheit im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich auf dem Weg Georgiens nach Europa haben. Die Georgier fühlten sich als Europäer und den europäischen Werten verpflichtet. Georgien sei sich bewusst, dass der Weg in die EU ein langer Weg sei. Das Land ist Mitglied im Europarat und nimmt an den EU-Programmen Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) sowie TRASECA (Transport Corridor Europe-Caucasus-Asia) teil, einem Verkehrs- und Kommunikationsprojekt, das Europa und Mittelasien verbinden soll.





