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G8-Gipfel: Globalisierung als Problem oder Lösung?

Die Staaten der G8
Die Staaten der G8
Der G-8-Gipfel in Heiligendamm (6. - 8. Juni) hat einmal mehr das Thema Globalisierung in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Einstellungen zum Thema dürften sich in den letzten Jahren nicht wesentlich geändert haben. Globalisierung wird in Deutschland oft mit steigendem internationalem Konkurrenzdruck, Mehrarbeit und Arbeitsplatzverlust verbunden, also mit Negativem. In einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im März 2004 sagten 52 % der Deutschen, dass die Globalisierung im Inland Arbeitsplätze kostet und 42 % sahen mehr Risiken als Chancen. Umfragen aus Afrika zeigen dagegen, dass die dortige Bevölkerung der Globalisierung überwiegend positiv gegenübersteht.

„Deutschland ist ein Gewinner der Globalisierung; wir reden viel zu viel über die negativen Folgen der Globalisierung und viel zu wenig über die positiven Seiten“, meint dagegen Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI).

Aktion
Aktion "Make Poverty History": Ist Engagement gegen Globalisierung tatsächlich auch Engagement gegen Armut?
Inzwischen ist es Routine geworden, dass Künstler zu Gelegenheiten wie dem G-8-Gipfel versuchen, junge Menschen zu mobilisieren. Auch in diesem Jahr ist das so. Ihr Eintreten gegen Armut in der Welt findet Anklang – zurecht. Die Armut in der Welt aber auf den Prozess der Globalisierung zurückzuführen, wie es von ihnen meist getan wird, ist zu kurz gedacht. Wer so tut, als seien die einzigen Profiteure der Globalisierung große US-Konzerne und als Allheilmittel Protektionismus und Geldtransfers verlangt, macht es sich einfach – gefährlich einfach. "Afrikas Problem ist doch nicht der Mangel an Geld", sagt der ugandische Journalist Lubega.

Werden die Armen immer Ärmer...
Werden die Armen immer Ärmer...
Wer auf die simple Aufstockung der Entwicklungsetats baut, der lässt damit die im Stich, die gerade mit Hilfe der Globalisierung Not und Elend entrinnen könnten; die gerade wegen Protektionismus und sinnloser Geldtransfers in Armut leben, wie Rainer Erkens u.a. in seinem Band „Entwicklungspolitik kann man nicht kaufen“ nachweist.

...und auf ihre Kosten Coca-Cola immer reicher?
...und auf ihre Kosten Coca-Cola immer reicher?
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit arbeitet seit vielen Jahren global, in über 60 Ländern. Ihre Mitarbeiter tragen ein Bild der Globalisierung zusammen, das wesentlich reflektierter und detaillierter ist, als die Plattitüde einer vom Großkapital des Nordens ausgebeuteten Welt. Sie berichten, wie gerade Frauen von der Globalisierung profitieren, diskutieren Möglichkeiten der Hilfe für Afrika (die von den Stiftungs-Stipendiaten konkret im Projekt „Lebenschancen für Malawi“ umgesetzt werden), berichten von Globalisierung als Ausweg aus Armut und Analphabetentum in der Dritten Welt.

Globalisierung ist ein Schwerpunktthema der Stiftungsarbeit. Gerade zum bevorstehenden G-8-Gipfel in Heiligendamm lohnt es sich, mit unseren dazu zusammengetragenen Materialien zu beschäftigen, die sie hier finden können.

Veranstaltungstipps:

Bildung für Alle - auch in Afrika? - Welche Risiken und welche Chancen birgt das Projekt „Bildung für Alle bis 2015“, das sich einreiht in die Millennium Development Goals, für Afrika? Welche Bildungsmodelle sind aussichtsreich in der Zukunft für Afrika?

Zur Problematik des Klimawechsels: Wüstenbildung oder Eiszeit? - Milde Winter, orkanartige Stürme, Dürre im Sommer – diese extremen Wetterphänomene werden seit langem als sichtbare Zeichen des Klimawandels gedeutet und in der breiten Öffentlichkeit diskutiert.

VII. Gummersbacher Sicherheitsgespräche - Afrika gerät mehr und mehr in den Blickpunkt der politischen Öffentlichkeit. Die jüngsten Terror-Anschläge in Algerien und Marokko und die kriegerischen Dauerkonflikte im Sudan und in Somalia zeigen, wie labil die Sicherheitslage ist.

Kulminationspunkt - Wann wird die westliche Zivilisation diesen Punkt erreichen oder hat sie ihn vielleicht sogar schon überschritten?
letzte Änderung: 12.09.2008


05.06.2012: Jugendgewalt – Welche Maßnahmen helfen wirklich?

15.06.2012 bis 16.06.2012: Kultur der Freiheit - Kultur und Medien zwischen Ost und West

17.06.2012: 2. Lord Ralf Dahrendorf Lecture

Schaufenster Stiftung

Blog des Liberalen Instituts

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Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit