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Fundraising soll liberale Projekte stärken

Harald Klein und Daniel Yoffe mit den Teilnehmern<br />
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Harald Klein und Daniel Yoffe mit den Teilnehmern

Fundraising ist längst kein Fremdwort mehr für die liberalen Parteien, Forschungs- und Bildungsinstitute und Stiftungen in Lateinamerika. Über Möglichkeiten, auf diesem Feld weitere Potentiale zu erschließen, diskutierten die Teilnehmer eines Workshops in Mexiko-Stadt.

Trotz aller Anstrengungen sind die eingeworbenen Drittmittel noch kein stabiles und berechenbares Standbein für die dringend notwendige gesellschaftspolitische Arbeit. Diese Problematik, insbesondere aber ihre Lösungsansätze waren Thema eines Workshops des Regionalbüros Mexiko der Friedrich-Naumann-Stiftung mit der Interessenvertretung der liberalen Organisationen Lateinamerikas RELIAL. Die wichtigsten Mitglieder des Netzwerkes RELIAL, insgesamt 17 Vertreter liberaler Think tanks und Parteien aus elf lateinamerikanischen Ländern, trafen aus diesem Anlaß im Stiftungsbüro in Mexiko-Stadt zusammen. Ziel des Seminars, das von einem renommierten Experten der Universität in Puebla moderiert wurde, war neben der Vertiefung des Erfahrungsaustausches die Erarbeitung von Planungsmethoden und Strategien für ein erfolgreiches Fundraising.

Um Projekte zur Verankerung demokratischer Praktiken und liberaler Werte in den lateinamerikanischen Gesellschaften kontinuierlich realisieren zu können, sind alle Mitglieder von RELIAL auf die Einwerbung von Drittmitteln angewiesen.

Angesichts der seit Jahren sinkenden internationalen Fördermittel hat die Mehrzahl von ihnen Fundraising bereits in ihr Tagesgeschäft aufgenommen, doch oft sind diese Ansätze noch zu kurzfristig angelegt. „Fundraising ist in meiner Arbeit nichts Neues,“ so Fernando Alvarez, Vertreter der Stiftung Libertad aus Argentinien, „doch erst dieses Seminar hat mir die maßgebliche Bedeutung der systematischen Planung solcher Mitteleinwerbung vor Augen geführt. Dabei habe ich auch die Notwendigkeit erkannt, die Entwicklung und Finanzierung meiner Organisation langfristig anzugehen.“

Die Diskussionen der Workshop-Teilnehmer ergaben aber auch, dass ein erfolgreiches Fundraising nicht nur das organisationsinterne mittel-und langfristige Planen fördert, sondern darüber hinaus maßgeblich für eine kontinuierliche Aktualisierung, Systematisierung und Verbesserung des Bildungsangebots, der Forschungsarbeit und der parteipolitischen Arbeit sorgt.
„Mit dieser Erkenntnis war die Veranstaltung für uns fundamental“, urteilte die Repräsentantin der noch jungen Vereinigung liberaler Studenten und Akademiker Nicaraguas, Johanna Lizeth Morales. „Schließlich wollen wir nicht alleine durch Argumente, sondern in erster Linie durch unsere Arbeit überzeugen.“

Teilnehmende Organisationen des Fundraising-Workshops waren die argentinischen Stiftungen Atlas, Libertad und Cívico-Republicana, die Partei Recrear (ebenfalls aus Argentinien), die brasilianischen Einrichtungen Institut für Unternehmensstudien, Instituto Libertade sowie Institut für fortgeschrittene Studien, das Institut für Politikwissenschaft (Kolumbien), die Partei Movimiento Libertario (Costa Rica), das Netzwerk der FNSt-Stipendiaten aus Honduras, CIVICA (Guatemala), das Forschungszentrum für Entwicklung (Mexiko), die Vereinigung liberaler Studenten und Akademiker Nicaraguas, die Stiftung Libertad (Panama) sowie das Institut für freie Wirtschaft Perus und das Zentrum zur Verbreitung wirtschaftlicher Kenntnisse (Venezuela).
letzte Änderung: 12.09.2008


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