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"Fiederungen" – Skulpturen von Gabriele von Lutzau

Eröffnung der Ausstellung durch Hermann Otto Solms
Eröffnung der Ausstellung durch Hermann Otto Solms
Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus zeigt der Deutsche Bundestag im Paul-Löbe-Haus die Ausstellung "Fiederungen" von Gabriele von Lutzau. Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms eröffnete die Präsentation, die Künstlerin selbst führte in die Ausstellung ein und Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, sprach begrüßende Worte. Die Stiftung war bei der Ausstellungseröffnung außerdem durch den Vorsitzenden des Kuratoriums und seine Stellvertreterin, Jürgen Morlok und Liane Knüppel vertreten.

 

Flügel "Buchenwald"
Flügel "Buchenwald"
Eine der Skulpturen - der Flügel "Buchenwald" - wird im Februar von Wolfgang Gerhardt der Kunstsammlung der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem übergeben. "Ich freue mich, mit Ihnen nach Israel reisen zu können", sagte Gerhardt der Künstlerin, in deren Biografie sich "Befreiung und Freiheit" widerspiegele.

 

Gabriele von Lutzau
Gabriele von Lutzau
Gabriele von Lutzau verarbeitete einen der letzten Bäume der "Blutstraße" im ehemaligen KZ Buchenwald in ihrem Atelier. Daraus entstand der Flügel als Geschenk für die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel. Das Original wird dort als hölzerner Zeuge aus dem Buchenwald die grausame Geschichte von Völkermord, aber auch die Geschichte von Reue, Aufarbeitung und Versöhnung erzählen. "Meine Objekt sind Denk-Mäler, der Versuch, andere an meinen Gedanken teilhaben zu lassen", sagte von Lutzau.

 

Wolfgang Gerhardt
Wolfgang Gerhardt
Gabriele von Lutzaus Skulpturen sind im ständigen Kampf, und sie sollen siegen, auch wenn sie nach geschlagener Schlacht die Spuren von Feuer und Verletzung tragen. Das ist der Preis, den man für Gegenwehr zahlen muss, sagt die Künstlerin. Ihre Werkzeuge sind Kettensägen und Flammenwerfer; ihre mächtigen, riesigen Skulpturen sind Zeugen für Befreiung und Freiheit.

 

Wolfgang Gerhardt erinnerte daran, dass in der Biografie der Künstlerin Befreiung und Freiheit eine große Rolle spielen. Die Künstlerin arbeitete zunächst als Stewardess bei der Lufthansa. 1977 war sie an Bord der durch ein palästinensisches Terrorkommando entführten Landshut.

 

Liane Knüppel und Jürgen Morlok (1. u. 4. v.l.)
Liane Knüppel und Jürgen Morlok (1. u. 4. v.l.)
Da sie während des Geiseldramas für die Passagiere eine wichtige Stütze darstellte, wurde sie von der Boulevard-Presse als Engel von Mogadischu gefeiert. Nach der Befreiung durch die GSG 9 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Gabriele von Lutzau studierte zwischen 1984 und 1995 bei Prof. Walther Piesch an der Universität Straßburg sowie an der Kunsthochschule Straßburg. Sie hat ihre Arbeiten im In- und Ausland präsentiert.

 

 

Die Ausstellung ist wegen der Zutrittsregelungen des Deutschen Bundestages nur nach vorheriger Anmeldung vom 28. Januar bis 24. Februar 2012 zu besichtigen. Einlass: Montag bis Donnerstag 11 Uhr und 14 Uhr, Freitag 11 Uhr Telefon: + 49 30 22738883, E-Mail: info-ausstellungen-plh@bundestag.de. Die Künstlerin wird mittwochs und donnerstags persönlich durch die Ausstellung führen.

letzte Änderung: 27.01.2012


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