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Die Industriestaaten sind in der Pflicht

Dan Ikenson, Cato Institute, Washington
Dan Ikenson, Cato Institute, Washington
Obwohl seit dem Scheitern der Regierungskonferenz von Cancún einige Fortschritte erzielt wurden, gehen die Verhandlungen über die Zukunft des globalen Freihandels nur sehr schleppend voran. Ein Erfolg der Doha-Runde ist für die Entwicklungsländer als auch für die Industriestaaten gleichermaßen wichtig. Entsprechend groß war das Interesse an einer gemeinsamen Veranstaltung des Büros Berlin-Brandenburg der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Botschaft der Vereinigten Staaten. Knapp einhundert Teilnehmer kamen, um die Perspektiven des Verhandlungsprozesses zu diskutieren.

Dan Ikenson verwies auf die zahlreichen, oft einander entgegengesetzten Interessen, die in den verschiedenen Staaten und Staatengruppen einer weiteren Öffnung der Märkte entgegenstehen. Derzeit sei sowohl in den USA als auch in Europa ein verstärkter Trend zu mehr Protektionismus zu erkennen. Gleichzeitig blockieren auch die Entwicklungsländer wichtige Verhandlungsgegenstände.

Aus der Sicht von Ikenson müssen jedoch die nächsten Schritte der Marktöffnung von den Industriestaaten kommen. Er regte unilaterale Schritte zum Abbau von Handelsschranken bei Agrarprodukten und in anderen Wirtschaftszweigen an. Sein Ausblick in die Zukunft der WTO war vorsichtig optimistisch: Zwar werde die Doha-Runde bei weitem nicht alle ihre Ziele erreichen können, aber doch einen kleinen Schritt nach vorne bringen.

Sascha Tamm
Liberales Institut
letzte Änderung: 12.09.2008


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