Navigation

Zur Startseite

Inhalt

Die Gestalt der Moderne im Nationalsozialismus

Unter dem Thema Verbrecherische Ästhetisierung – Ästhetisierung des Verbrechens. Kunst im Nationalsozialismus fand in der Theodor-Heuss-Akademie eine dreitägige Tagung in Zusammenarbeit mit dem Philosophischen Seminar der Universität Bonn statt.
Die Frage nach einer »verbrecherischen Ästhetisierung« ergab, dass in einer vielfältigen und in dieser Dimension so noch kaum thematisierten Weise in Malerei, Bildhauerei, Architektur, Fotografie, Design und Film ideologische Vorstellungen des Nationalsozialismus mitgetragen, aufgebaut, umhüllt oder überhöht wurden. Kunst im Nationalsozialismus, so zeigten die Referenten, entpuppt sich als ein ebenso qualitativ vielschichtiges wie inhomogenes Unternehmen. Keineswegs aber sei die These aufrechtzuerhalten, der Nationalsozialismus habe zu einem vollständigen Bruch mit der Moderne geführt. So waren sich die Referenten einig, dass die komplette Qualitätsverneinung von Kunst im Nationalsozialismus nach der Losung, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, nur allzu offensichtlich Teil eines Verdrängungsprozesses nach 1945 ist. Diese Bestandsaufnahme kam etwa eindringlich zum Ausdruck, als die Rolle des Bauhauses im Nationalsozialismus diskutiert wurde.

Wer bisher angenommen hatte, die künstlerisch-gestalterischen Arbeiten des Bauhauses hätten seit 1933 in Deutschland ein radikales Ende genommen, einige ihrer maßgeblichen Vertreter hätten sich aufgrund vermeintlich ästhetisch-konzeptioneller Gegensätze hinlänglich vom Nationalsozialismus distanziert, wurde mit einer Fülle historischen Materials widerlegt. Ganz in diesem Sinne einer aufklärenden Forschung, die gegenwärtig immer noch größtenteils als diffamierend empfunden wird, wurde die Tagung zu einem Brennpunkt der Frage nach der Moderne im Nationalsozialismus – ein Thema, das kaum als wissenschaftlich hinreichend untersucht gelten kann.

Auf der Tagung referierten:
Dr. Volker Böhnigk (Bonn), Dr. Albrecht Dümling (Berlin), Professor Dr. Horant Fassbinder (Braunschweig), Dr. Olaf Peters (Bonn), Professor Dr. Rolf Sachsse (Krefeld/ Karlsruhe), Dr. Karl Stamm (Köln), Dr. Klaus Wolbert (Darmstadt)
Tagungsleitung: Dr. Volker Böhnigk und Joachim Stamp (Friedrich-Naumann-Stiftung)

Der zweite Aspekt »Ästhetisierung des Verbrechens« wird auf einer weiteren Tagung diskutiert, die im Januar (23.01.–25.01.05) in der Theodor-Heuss-Akademie ebenfalls in Verbindung mit dem Philosophischen Seminar der Universität Bonn stattfindet. Dort soll es darum gehen, wie und auf welche Weise nach 1945 das nationalsozialistische Regime und seine Verbrechen sowohl dokumentiert wie künstlerisch/
gestaltungstechnisch verarbeitet werden. Jede Repräsentation ist dabei auch immer eine bestimmte Form der Ästhetisierung der nationalsozialistischen Verbrechen. Was könnte eine »angemessene« Form sein? Gibt es sie überhaupt?

.

16.06.2012: Strategisches Planen Braunschweig

15.09.2012: dOCUMENTA (13)

02.12.2012 bis 04.12.2012: Selfmarketing Aufbauseminar - Der Schlüssel zur Menschenkenntnis

Schaufenster Stiftung
Blog des Liberalen Instituts

22.05.2012: Lieber ein Ende mit Schrecken mehr...

22.05.2012: Es gibt Besseres als die Benzinbesteuerung mehr...

21.05.2012: Peak Oil mal wieder verschoben mehr...

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit