Dezentralisierung der Verwaltungsstrukturen
Wenn koreanische Kommunalbeamte und engagierte Bürger ihren Feierabend dazu nutzen, sich auf eigene Rechnung fortzubilden, so spricht dies wesentlich für die Qualität und Attraktivität des Weiterbildungsprogramms, das die Friedrich-Naumann-Stiftung in Kooperation mit ihrem Partner, der Graduate School for Local Autonomy (GSLA) an der Hanyang Universität in Seoul in jedem Semester anbietet. Der Projektleiter der Stiftung tritt dabei selbst auch regelmäßig als Fachreferent auf. Die Stiftungsvorlesung in diesem Wintersemester ging der Frage nach, welche Rolle die Gemeinde im heutigen politischen Systems Deutschlands spielt; eine Frage, die für koreanische Community Leader extrem interessant ist, da die Dezentralisierung und Modernisierung der Verwaltungsstrukturen in Korea inzwischen oberste Priorität hat. Dies hatte die Stiftung seit vielen Jahren unterstützt. Der Projektleiter der Stiftung skizzierte in seinem Vortag kurz die Entwicklungsgeschichte der Gemeinde als Ursprung des menschlichen Zusammenlebens, ging dann auf die Funktion der Gemeinde im föderalen System Deutschlands ein, um am Ende auf die aktuellen Probleme und neuen Herausforderungen zu kommen, die moderne Kommunen im heutigen Deutschland bewältigen müssen. Dabei stellte er liberale Lösungsansätze aus Deutschland vor.
Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse bei den Teilnehmern, was sich in den interessierten Nachfragen widerspiegelte. Besonderes Interesse galt der deutschen Wiedervereinigung und der Neustrukturierung der Gemeinden in Ostdeutschland; darüber hinaus wurden aber auch Fragen zur Finanzierung der Gemeindeaufgaben sowie über aktuelle Tendenzen der Verwaltungsreform in Deutschland gestellt. Die positive Resonanz der Veranstaltung ist ein klares Signal für die Naumann-Stiftung, diese erfolgreiche und kostenneutrale Weiterbildungsmaßnahme auch in Zukunft anzubieten.





