Navigation

Zur Startseite

Inhalt

Dem alten und neuen Antisemitismus wehren

Erklärung der Friedrich-Naumann-Stiftung anlässlich der Berliner Antisemitismuskonferenz

Otto Graf Lambsdorff
Otto Graf Lambsdorff
Die Friedrich-Naumann-Stiftung schließt sich dem Aufruf der Berliner OSZE-Antisemitismus-Konferenz vom 29. April 2004 an, Antisemitismus in all seinen Formen zu ächten und antisemitische Straftaten systematisch zu erfassen und konsequent zu verfolgen. “Wir sind in Sorge über die Wiederkehr eines alten Phänomens in neuer Form,” so Otto Graf Lambsdorff, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung.

Neben der konsequenten Strafverfolgung kommt der politischen Bildungsarbeit eine besondere Bedeutung zu, worauf die OSZE explizit hinweist und auch zivilgesellschaftliche Akteure zu verstärkten Anstrengungen aufruft. Deshalb wird die Friedrich-Naumann-Stiftung in ihrer politischen Bildungsarbeit in Deutschland intensiv dazu beitragen, die Sensibilität und Urteilsfähigkeit der Bürger zu stärken, um den wieder zunehmenden Antisemitismus unserer Zeit in seinen vielfältigen Erscheinungsformen bekämpfen. Angriffe gegen Juden sind Angriffe gegen unser aller Wertebasis von Aufklärung und Liberalismus.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung will gemeinsam mit ihren Partnern den europäischen politischen Diskurs beeinflussen, der in moralischen Maßstäben fest und nicht einseitig sein darf. Das gilt vor allem für die Diskussion um den Nahostkonflikt: Hier überschreitet überzogene Kritik an der Politik Israels leider immer öfter Grenzen des rationalen Diskurses und übersieht die inakzeptable Tatsache, dass Israels von den Vereinten Nationen bekräftigtes Recht auf Existenz in sicheren Grenzen von allzu vielen seiner Gegner immer noch nicht akzeptiert wird. “Vor dem Hintergrund der europäischen Geschichte und insbesondere des Holocaust darf es hier keine Relativierung und Zweideutigkeit geben,” so Lambsdorff. Es könne auch nicht hingenommen werden, dass europäische Bürger jüdischen Glaubens für den Nahostkonflikt haftbar gemacht und deshalb zur Zielscheibe gewalttätiger Angriffe werden. Dies seien moderne Formen eines gewalttätigen Antisemitismus, der entschieden bekämpft werden muss.

Die Auslandsarbeit der Friedrich-Naumann-Stiftung wird sich weiterhin für die Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte, der Freiheit, der Toleranz und der Humanität als elementaren und universalen Werten und Grundlagen menschlichen Zusammenlebens in einer offenen Gesellschaft einsetzen.

“Wir werden unser weltweites Partnernetzwerk für gemeinsame Anstrengungen bei der Bekämpfung des Antisemitismus immer dort nutzen, wo antijüdisches Ressentiment und antisemitische Exzesse auftreten. Dies gilt auch für die Arbeit in islamischen Ländern, wenn dort in der Auseinandersetzung mit der Politik des Staates Israel dessen Existenzrecht und Legitimität bestritten werden,” betonte der Vorstandsvorsitzende.

Partner der Stiftung in ihrer aktuellen Arbeit gegen Antisemitismus sind u.a. das “Institute for the Study of Contemporary Antisemitism and Racism” an der Universität Tel Aviv und das American Jewish Committee, mit dem wir seit über 10 Jahren das Begegnungs- und Aufklärungsprogramm “Promoting Tolerance” durchführen. In dessen Rahmen wird jungen Osteuropäern, die sich für den Schutz von ethnischen und religiösen Minderheiten und gegen Diskriminierung und Rassismus einsetzen, der Besuch jüdischer Gemeinden in den Vereinigten Staaten ermöglicht, wo sie Konzepte des Zusammenlebens in einer pluralistischen Gesellschaft kennenlernen, um sie in ihre Heimatländer zu übertragen.

Condemning Old and New Anti-Semitism

Dem alten und neuen Antisemitismus wehren

23.05.2012: "Promoting Tolerance" in Mittel-, Südost- und Osteuropa -- Erfahrungen und ...

22.06.2012 bis 23.06.2012: Liberales Rechtsgespräch

05.12.2012 bis 07.12.2012: Liberalismus in der internationalen Politik

Schaufenster Stiftung

Blog des Liberalen Instituts

22.05.2012: Lieber ein Ende mit Schrecken mehr...

22.05.2012: Es gibt Besseres als die Benzinbesteuerung mehr...

21.05.2012: Peak Oil mal wieder verschoben mehr...

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit