Delhi: "International Property Rights Index 2010" vorgestellt

Präsentation des Berichts Siegfried Herzog, noch Projektleiter der Stiftung für die Freiheit auf den Philippinen und ab Juli Regionalbüroleiter für Südasien, war der Hauptredner bei der öffentlichen Vorstellung des „International Property Rights Index 2010“ in Delhi. Die südasiatische Ausgabe wurde mit Unterstützung der Stiftung u.a. vom Liberty Institute und dem Centre for Civil Society, beides Mitglieder der internationalen Property Rights Alliance, besorgt.
In seiner Gesamtschau stellte Herzog die Bezüge heraus, die das Recht auf Eigentum für ökonomische Effizienz und soziale Stabilität, aber vor allem auch für die Überwindung von Armutsstrukturen und die Einrichtung einer freiheitlichen, auf individueller Selbstbestimmung basierenden Gesellschaft aufweist. Ausgehend von den bahnbrechenden Untersuchungen des peruanischen Ökonomen Hernando de Soto stellte er die Entfaltung des Rechts auf Eigentum in historische Zusammenhänge, um Entwicklungslinien und Gefährdungen aus liberaler Perspektive deutlich zu machen. Dies ermöglichte auch eine kritische Bestandsaufnahme des gegenwärtigen Standes der Durchsetzung privater Eigentumsrechte etwa auf den Philippinen oder in Indien.

Herzog Barun Mitra, Direktor des Liberty Institute, schrieb das Vorwort der diesjährigen internationalen Ausgabe des Index und betonte in seiner Einführung die Konsequenzen, die unklare, intransparente Eigentumsverhältnisse für die gegenwärtige Finanzkrise nach sich ziehen. Eine moderne Wirtschaft könne nur auf der Basis klarer, rechtlich einklagbarer Eigentumsrechte funktionieren – ob mit Bezug auf Land und Immobilien, auf Aktien oder auf intellektuelles Eigentum. Der scheidende Regionalbüroleiter René Klaff ging in seinem letzten öffentlichen Auftritt für die Stiftung in Delhi besonders auf die Bedeutung des Rechts auf Eigentum für die unterprivilegierten gesellschaftlichen Schichten ein.

Herzog und Klaff im Gespräch Der International Property Rights Index 2010 untersucht den Status von Eigentumsrechten in 125 Staaten an Hand der Kriterien „rechtliche und politische Rahmenbedingungen“, „physische Eigentumsrechte“ und „intellektuelle Eigentumsrechte“. Die Korrelation zwischen wirtschaftlichem Erfolg und wirtschaftlicher Dynamik mit dem Stand der Sicherung von Eigentumsrechten ist eine zentrale Botschaft des Berichts. Der Index kommt zu dem Ergebnis, dass in Finnland Eigentumsrechte am besten, in Bangladesch am schlechtesten geschützt seien. Deutschland befindet sich auf Platz 12, Indien auf Platz 53, Sri Lanka und Pakistan folgen auf den Plätzen 75 und 104.
Im Anschluss an die Vorstellung des Berichts lud die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ihre Freunde und Partner zu einem Empfang. René Klaff wurde als Regionalbüroleiter verabschiedet, Siegfried Herzog willkommen geheißen. Formal wird Herzog seine künftige Tätigkeit in Delhi im Juli aufnehmen, während Klaff im August die Leitung des Regionalbüros der Stiftung in Sofia übernehmen wird.
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