Constructing Peace, Deconstructing Terror

Plenum: Constructing Peace, Deconstructing Terror Unter dieser Überschrift stand eine hochkarätig besetzte Konferenz in Brüssel, die von der Stratetic Foresight Group veranstaltet und von der Friedrich-Naumann-Stiftung unterstützt wurde. Sie brachte weit reichende Vorschläge. Über 40 Politiker aus Europa, Asien und dem Mittleren Osten kamen zu dem Runden Tisch im Europäischen Parlament zusammen – unter ihnen aktive und frühere Minister, führende Parlamentarier und Vertreter internationaler Institutionen. Die zweitägige Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung durchgeführt und von der arabischen Liga unterstützt.
Die Bedeutung der Konferenz musste nicht unterstrichen werden: Seit dem 11. September 2001 dominieren Terrorismus, Extremismus und ein schwelender Konflikt zwischen dem Westen und der islamischen Welt die politische Diskussion. Vielfach versuchen Terroristen, mit ihren Anschlägen einen Keil zwischen beide Lager zu treiben und Vertrauen zu zerstören. Die Reaktionen auf die dänischen Karikaturen und die Äußerungen des Papstes in seiner Regensburger Rede verdeutlichen die Brüchigkeit des Verhältnisses zwischen der islamischen Welt und dem Westen.

Dr. Wolfgang Gerhardt Dr. Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung, fasste die Zielsetzungen des Runden Tisches schon in seiner Begrüßungsadresse zusammen. Als die Stratetic Foresight Group das erste Roundtable-Gespräch 2004 in Neu Dehli initiiert hatte, habe sich die Stiftung sofort entschieden, dies zu unterstützen. Es habe seit 9/11 zwar viel Dialog und Austausch zwischen Gelehrten, religiösen Führern und Institutionen gegeben, aber zu wenig politische Initiative. Der Terrorismus fordere zwar weniger Todesopfer als Hunger, Genozide oder sogar Verkehrsunfälle – Terrorismus sei aber ein Anschlag auf zentrale menschliche Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Vertrauen und Toleranz. Menschliche Würde und Menschenrechte seien bedroht und auch das Vertrauen, das nötig ist für Handel, Reisen, Kommunikation – kurz: für alle Formen zwischenmenschlicher Interaktion. Deshalb sei der Ansatz der Konferenz so wichtig: Nicht nur in den Dialog zu treten, sondern brauchbare Lösungen für die Probleme zu finden.

Poul Nyrup Rasmussen Dänemarks Ex-Ministerpräsident Poul Nyrup Rasmussen forderte alle Parteien auf, von gegenseitigen Schuldzuweisungen Abstand zu nehmen und stattdessen gemeinsame Ansatzpunkte zu finden, um der Probleme Herr zu werden. Er empfahl eine neue Version des Marshall-Plans, um vor allem den ärmeren Ländern der arabischen Welt eine Perspektive mit Beschäftigung für die Menschen und einer Zukunft für die Jugend zu geben.





