Bulgarien: Panov kandidiert für Europa

Das Team der Friedrich-Naumann-Stiftung in Sofia Asparuch Panov, seit vielen Jahren Programmkoordinator im Stiftungsbüro Sofia, ist von der Nationalen Bewegung Simeon II, der sogenannten „Zarenpartei“ Bulgariens, auf den zweiten Platz der Kandidatenliste nominiert worden. Bulgarien wird am 20. Mai seine ersten Europawahlen abhalten und kann 18 Abgeordnete nach Brüssel / Strassburg schicken. Deshalb nominieren die Parteien jeweils eine nationale Liste mit 18 Kandidaten. Den ehrenvollen zweiten Platz auf dieser Liste hat die Partei, die sowohl der LI als auch der ELDR angehört, in der vergangenen Woche unserem Kollegen Asparuch Panov anvertraut. Zur Zeit steht die NBSII in den Umfragen nicht sehr gut da, unternimmt aber große Anstrengungen, auch mit dem Europawahlkampf ihre Position im Parteienspektrum wieder zu konsolidieren. Insofern hat Panov durchaus realistische Aussichten, im Sommer ins Europaparlament einzuziehen.
Asparuch Panov kann auf eine lange politische Erfahrung zurückblicken. Er war einer der demokratischen Führungsfiguren nach der Wende und hat vier Jahre lang als Abgeordneter der Union Demokratischer Kräfte im bulgarischen Parlament und deren stv. Vorsitzender maßgeblich an der erfolgreichen Demokratisierung des Landes mitgewirkt. Dazu sind auch seine Verdienste für die Integration Bulgariens in die Europäische Union zu erwähnen, die ihm im Europarat, in der ELDR und als Vizepräsident der LI eine reiche Erfahrung in europäischen Dingen als Grundlage für die jetzige Kandidatur eingebracht haben. Für die Stiftung wird ein Erfolg seiner Kandidatur ein herber Verlust sein, für Bulgarien und die EU aber ein großer Gewinn.





