Bremen: „Neoliberalismus - Gerade Jetzt!“

Alexander Rüstow Dass Neoliberalismus etwas völlig anderes als Turbo- oder Raubtierkapitalismus ist, spricht sich langsam herum – obwohl Neoliberalismus meist als Schimpfwort gebraucht wird. Das jedenfalls wird Mitdenkern nach dem Besuch der Veranstaltung „Neoliberalismus - Gerade Jetzt!“ in Bremen kaum noch möglich sein.
Der Ausdruck Neoliberalismus wurde von Alexander Rüstow 1938 auf dem internationalen Symposium Colloque Walter Lippmann geprägt. Dort sollte die Fähigkeit des Liberalismus erörtert werden, sich den Problemen der Zeit, sprich dem Totalitarismus und der Weltwirtschaftskrise, entgegen zu stellen. Neoliberalismus tritt – nicht als Schimpfwort gebraucht – durchaus für einen starken Staat ein, wenn es um Rahmenbedingungen der Wirtschaft geht. Dennoch: Seit der Finanzmarktkrise erheben sich verstärkt die Stimmen gegen den „menschenfeindlichen“ Neoliberalismus. Hinweise auf den ganz und gar nicht unsozialen Ursprung des Begriffes, wie jüngst in der Süddeutschen Zeitung, sind die Ausnahme.

Wolfgang Kersting beim Freiheitskongress 2007 Die Liberale Gesellschaft Bremen und die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit befassen sich mit dem Neoliberalismus. Auf dem Podium: Prof. Wolfgang Kersting aus Kiel, einer der profiliertesten politischen Philosophen und liberalen Denkern der Gegenwart sowie Carsten Sieling, seit 2005 der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion in der Bremer Bürgerschaft.
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