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Bombay: Dr. Gerhardt besucht SAARC-Kongess

Dr. Gerhardt unterhält sich mit dem Präsidenten der FICCI, H. Khorakiwallah (links) und S. Kumar, FNSt Indien
Dr. Gerhardt unterhält sich mit dem Präsidenten der FICCI, H. Khorakiwallah (links) und S. Kumar, FNSt Indien
Dr. Gerhardt sprach auf dem 2. SAARC Business Leaders Conclave, das am 17./18. Februar in der indischen Wirtschaftsmetropole Bombay (Mumbai) zum Thema "Regional Cooperation: A Springboard for Growth and Job Creation" durchgeführt wurde. Veranstalter waren die SAARC-Handelskammer SCCI und der indische Handelskammerverband FICCI, in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Weltbank.

Im Gespräch mit südasiatischen Wirtschaftsführern
Im Gespräch mit südasiatischen Wirtschaftsführern
Die zweitägige Konferenz wurde vom indischen Außenminister Pranab Mukherjee eröffnet, der die Staaten der SAARC Region (South Asian Association for Regional Cooperation) aufforderte, vor allem die Grundsatzprobleme der Energieknappheit, des Transits zu den Binnenstaaten sowie der hohen allgemeinen Transaktionskosten im multilateralen Handel so schnell wie möglich zu lösen. Dasho Ugen Dorji, der Präsident der südasiatischen Handelskammer SCCI, Partner der Stiftung seit ihren Anfängen zu Beginn der 90er Jahre, fügte an, dass das Ziel aller regionalen Aktivitäten in der SAARC-Region die Überwindung von Armut und die Schaffung von Sicherheitsstrukturen sein müsse; diesem Ziel sei auch die Arbeit von SCCI als Zusammenschluss von Unternehmern verpflichtet.

Protektionismus, schlechte Infrastruktur, Korruption und Schlendrian sowie schlechte Regierungsführung ("Bad Governance") waren Themenfelder, die in den verschiedenen Redebeiträgen kontinuierlich aufgegriffen wurden. Diese Problemfelder erschweren nicht nur regionalen Handel (dessen Anteil nur ca. 5 % des gesamten Handelsvolumens beträgt), sondern auch die regionale Kooperation in anderen Politikfeldern. Ein wichtiges Beispiel ist die Energiegewinnung, die vor allem mit Blick auf die Nutzung der großen Flusssysteme verbessert werden muss. Paul Volcker, ehemaliger amerikanischer Notenbankpräsident, wies darauf hin, dass Indien und mit Abstrichen Südasien insgesamt im Technologie- und Dienstleistungssektor führend seien, dass aber andere Wirtschaftszweige dringend tief greifender Reformen bedürften. Die Prinzipien von "Good Governance" seien auf allen Ebenen eine grundlegende Voraussetzung für die Überwindung von Entwicklungshemmnissen.

D.U.T. Dorji, Präsident SCCI, die indischen Minister J. Ramesh und P. Mukherjee, H. Khorakiwallah (Präsident FICCI)
D.U.T. Dorji, Präsident SCCI, die indischen Minister J. Ramesh und P. Mukherjee, H. Khorakiwallah (Präsident FICCI)
Der indische Staatsminister für das Handelswesen, Jairam Ramesh, hielt eine viel beachtete Rede, in der er sich auch selbstkritisch mit der indischen Haltung gegenüber der SAARC-Region in der Vergangenheit auseinander setzte. Er versicherte den Vertretern der südasiatischen Wirtschaft, dass Indien in Zukunft eine aktivere Rolle für die Erzielung von mehr Kooperation und Integration in Südasien annehmen werde. Fortschritt und Entwicklung hingen vor allem von mehr Austausch und Vernetzung sowie von der Verbesserung der Infrastruktur ab. Ramesh betonte auch die Notwendigkeit, den Dienstleistungssektor in die Freihandelsstrukturen von SAFTA (der "South Asian Free Trade Area") einzubeziehen.
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letzte Änderung: 12.09.2008


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