Navigation

Zur Startseite

Inhalt

Biotechnologie: Impulse für die Reform des Gesundheitssystems

Stefan Kapferer im Gespräch nach der Veranstaltung
Stefan Kapferer im Gespräch nach der Veranstaltung
Was hat die Gesundheitspolitik mit der Biotechnologie zu tun? Um diese Frage ging es bei einer Informationsveranstaltung, zu der das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und die Biotechnologie-Industrie-Organisation (BIO) Deutschland e. V. einluden. Abgeordnete, Unternehmer und Vertreter verschiedener Bundesministerien informierten sich dabei über die Bedeutung von innovativen Spitzen- und Querschnittstechnologien am Beispiel des Beitrages der Biotechnologie im Bereich der Gesundheitspolitik.

Unter den Referenten: Stefan Kapferer, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit. In seinem Vortrag wies er auf die Bedeutung der Biotechnologie für die Gesundheitswirtschaft hin, eine für eine Vielzahl pharmakologischer Produkten zukunftsweisende Technologie. Dass sein Haus keine Wirtschaftsförderung für einzelne Unternehmen betreiben könne, sei klar, es müsse immer auch die Finanzierbarkeit des Systems der gesetzlichen Krankenversicherung im Auge behalten. Es sei daher auch bei innovativen neuen Produkten immer notwendig, auf die Kostendämpfung zu achten.

Anschließend erläuterte der Vorstandsvorsitzende der BIO Deutschland, Dr. Peter Heinrich, seine Vorstellungen für innovationsfreundliche gesundheitspolitische Rahmenbedingungen, die er als Hilfestellungen an die Politik für künftige Entscheidungen betrachtet sehen wollte. Die Biotechnologie sei ein Innovationsmotor, da jedes zweite Medikament seinen Ursprung in ihr habe. Vor allem bedürfe es fairer Rahmenbedingungen für Verhandlungs- und Vereinbarungsmodelle. Die Kosten-Nutzen-Bewertungsmethoden des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen müssten internationalen Standards folgen, ferner seien interdisziplinäre Bewertungskonferenzen notwendig, um den Nutzen neuer Behandlungen besser bewerten und zu den Kosten ins Verhältnis setzen zu können.

Einen vertiefenden Beitrag zur Bedeutung der kleineren und mittelständischen Unternehmen im Biotech-Sektor aus gesundheitswirtschaftlicher Sicht lieferte schließlich Professor Dr. Klaus Dirk Henke vom Lehrstuhl für öffentliche Finanzen und Gesundheitsökonomie der Technischen Universität Berlin. Er stellte dabei seine Forschungsarbeiten für ein „Gesundheitssatellitenkonto“ vor. Mit diesem Konto innerhalb der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) könne die volkswirtschaftliche Verflechtung des Gesundheitssektors ermittelt und als eigenständige Branche der Volkswirtschaft in VGR-Kategorien abgebildet werden. Dies sei auch für die Biotechnologie möglich und erforderlich, die ja als pars pro toto einen wesentlichen Teil der Gesundheitswirtschaft umfasse.

Kerstin Funk

Zum Liberalen Institut
letzte Änderung: 28.05.2010


Berlin: Begabtenförderung auf 7. StudyWorld

Organisierter Liberalismus – live!

Stipendien der Begabtenförderung: Bis Ende Mai bewerben

Schaufenster Stiftung

Blog des Liberalen Instituts

21.05.2012: Peak Oil mal wieder verschoben mehr...

21.05.2012: Wenn Bildung dem Geld folgt… mehr...

20.05.2012: Es sind die Steuern! mehr...

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit