Navigation

Zur Startseite

Inhalt

Bildung: Auf der Suche nach mehr Freiheit

Lateinamerikaner studieren (Hoch-)schulreformen in Berlin und Bonn

Die Besuchergruppe mit Harald Klein
Die Besuchergruppe mit Harald Klein
Die 2003 veröffentlichte PISA-Studie war für deutsche Bildungspolitiker ein Schock. Das einst so hoch gelobte Bildungssystem schnitt miserabel ab. Deutschlands Schüler landeten beim Lesen, Rechnen und in den Naturwissenschaften im unteren Mittelfeld. Vor allem Schüler mit Migrationshintergrund, in zahlreichen deutschen Großstadtvierteln mittlerweile die Mehrheit aller zu unterrichtenden Pennäler, wiesen zahlreiche Defizite auf. Außerdem stellte die Studie fest, dass Deutschlands Schulsystem innerhalb der OECD-Staaten eines der ungerechtesten ist, weil die soziale Herkunft entscheidend für den weiteren Bildungsweg ist.

“Der Geist ist der wichtigste Rohstoff unseres Landes”, betonte der Kölner Regierungspräsident Hans Peter Lindlar in seiner Ansprache vor den acht lateinamerikanischen Teilnehmern aus Politik und Wissenschaft aus Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua und Venezuela. Deshalb sei es auch so wichtig, das deutsche Bildungssystem grundlegend zu reformieren. “Und das geschieht nun mit gewissenhafter Akribie”, stellte der venezolanische Wissenschaftler Felipe Benítes fest. Im Rahmen des Internationalen Politikdialoges der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit reisten lateinamerikanische Bildungspolitiker nach Berlin, Bonn und Köln.

Mieke Senftleben
Mieke Senftleben
Ines Soldwisch von der RWTH Aachen führte die Teilnehmer in die Komplexität des dreistufigen deutschen Bildungssystems ein: Des Weiteren erläuterte sie die Aspekte der frühkindlichen Erziehung, das duale Ausbildungssystem mit den Berufsschulen, das öffentliche Hochschulsystem sowie die Weiterbildung im Erwachsenenalter. Für die Teilnehmer war es überraschend, dass Kindergärten im Monat oftmals teurer seien als Universitäten, dabei sei gerade die frühkindliche Erziehung die Grundlage für den späteren Bildungserfolg, wie die liberalen Bildungspolitiker wie Mieke Senftleben, bildungspolitische Sprecherin der FDP im Berliner Abgeordnetenhaus oder die FDP-Bundestagsabgeordneten Miriam Gruβ und Patrick Meinhardt betonten. Die drei Oppositionspolitiker erläuterten zudem die Notwendigkeit, den Schulen Freiheit zu geben, Lehrer eigenständig einzustellen, ihr Budget eigenverantwortlich zu verwalten und gezielt Lehrschwerpunkte zu setzen.

Christian Taaks vom Liberalen Institut der Stiftung für die Freiheit ergänzte die liberalen Positionen mit der Vorstellung der Bildungsinitiative “pro kopf”. Eine wichtige Entscheidung nach PISA war die Gründung des IQB (Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Miriam Vock präsentierte das neuartige Evaluationsprojekt, das allgemeine Standards im Schulsystem in allen 16 Bundesländern entwickelt.
vorherige Seite | 1 | 2 | nächste Seite
letzte Änderung: 12.09.2008


09.06.2012: Belgrad Backspin - Deutschland / Serbien 2005

14.06.2012: Gamingmetropole Hamburg!? Gamingmetropole Hamburg!

07.12.2012 bis 09.12.2012: Politisch Programmatisches Wochenende - Jugendpolitisches Forum ...

Schaufenster Stiftung

Blog des Liberalen Instituts

21.05.2012: Peak Oil mal wieder verschoben mehr...

21.05.2012: Wenn Bildung dem Geld folgt… mehr...

20.05.2012: Es sind die Steuern! mehr...

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit