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Besuch: Dr. Wolfgang Gerhardt in Indien

Dr. Wolfgang Gerhardt im Kreise südasiatischer Wirtschaftsführer
Dr. Wolfgang Gerhardt im Kreise südasiatischer Wirtschaftsführer
Auf seiner ersten Reise nach Indien als Stiftungsvorsitzender vom 14. bis zum 20. Februar waren die Begegnungen und der Austausch mit den Partnern der Friedrich-Naumann-Stiftung in der "größten Demokratie der Welt" ein zentrales Anliegen für Dr. Gerhardt. Vom Sitz des Regionalbüros in Delhi führt die Stiftung ein breites Spektrum von Projekten in den Bereichen Marktwirtschaft, Rechtsstaatlichkeit, Demokratieentwicklung und Konfliktprävention durch. Dr. Gerhardt konnte sich in den Gesprächen mit indischen Liberalen über Stand und Fortschritt der Aktivitäten in allen zentralen Arbeitsfeldern aus erster Hand informieren. Besondere Schwerpunkte lagen dabei auf dem von der EU kofinanzierten Projekt zur Prävention von Polizeifolter, das die Friedrich-Naumann-Stiftung in neun ausgewählten indischen Bundesstaaten durchführt, sowie den verschiedenen Maßnahmen zur Verwirklichung wirtschaftlicher Freiheit, an denen mit mehreren Partnern in unterschiedlichen Formen gearbeitet wird.

Dr. Gerhardt mit dem tibetischen
Dr. Gerhardt mit dem tibetischen "Außenminister" T. Tsering
Bei einem Besuch in der Vertretung des Dalai Lama in Delhi versicherte Dr. Gerhardt der Führung der tibetischen Gemeinde im Exil, dass die Friedrich-Naumann-Stiftung sich auch in Zukunft für die Verwirklichung einer echten Autonomie und Selbstbestimmung der Tibeter einsetzen werde. Der exiltibetische "Außenminister" T. Tsering informierte Dr. Gerhardt über die politische und soziale Arbeit der exiltibetischen Institutionen.

Besuch bei Minister A. Maken (Mitte), mit B. Solinger (rechts) und R. Klaff (2.v.links)
Besuch bei Minister A. Maken (Mitte), mit B. Solinger (rechts) und R. Klaff (2.v.links)
Die Chancen Indiens durch Liberalisierung und Globalisierung, aber auch die nach wie vor bestehenden Entwicklungshemmnisse durch mangelhafte Infrastruktur, Bildungs- und Ausbildungsprobleme sowie den Zustand der indischen Landwirtschaft waren Themen, die in einer Reihe von politischen Gesprächen behandelt wurden. Dr. Gerhardt traf nicht nur mit Abgeordneten, sondern auch mit Finanzminister P. Chidambaran und dem Minister für Stadtentwicklung A. Maken zusammen; die Sichtweise der indischen Kommunisten, denen im politischen Gefüge derzeit eine Schlüsselrolle zufällt, erläuterte der Fraktionsvorsitzende der CPI (Marxists) im Oberhaus, N. Basu.

Im Gespräch mit dem deutschen Botschafter Bernd Mützelburg
Im Gespräch mit dem deutschen Botschafter Bernd Mützelburg
Im Geflecht der Weltpolitik hat Indien in den vergangenen Jahren beständig an Bedeutung gewonnen. Indiens Außenpolitik sowie die künftige Rolle des Landes in den internationalen Beziehungen standen im Mittelpunkt des Gesprächs mit dem deutschen Botschafter, Bernd Mützelburg. In einer intensiven Round-Table-Veranstaltung diskutierte Dr. Gerhardt mit hochrangigen Strategie- und Sicherheitsexperten aus Diplomatie, Militär und Wissenschaft Indiens außenpolitische Interessenlage – ob in den Beziehungen zu den USA und Europa, in den Konflikten um Kaschmir, Tibet, Irak und Afghanistan oder gegenüber China und den Staaten Südasiens.
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letzte Änderung: 12.09.2008


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