Archiv des Liberalismus: Erweiterungsbau eröffnet

Erweiterungsbau des Archivs Nach anderthalbjähriger Bauzeit ist der Erweiterungsbau des Archivs des Liberalismus in Gummersbach seiner Bestimmung übergeben worden. Vor über einhundertfünfzig Gästen betonte der Vorsitzende des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, dass man nur auf dem Fundament der Vergangenheit die Gegenwart verstehen und die Zukunft planen könne. Er lud vor allem Schüler und Schülerinnen in das Archiv ein, um sich mit der spannenden und großen Geschichte der Liberalen, die eine Geschichte der Freiheit sei, zu beschäftigen. Gerhardt forderte aber auch Wissenschaftler und Forscher auf, sich auf den Weg in das Archiv zu machen, um ihre eigenen Entdeckungen zu machen und sich nicht auf das zu verlassen, was man digitalisiert und strukturiert aus den Archiven „frei Haus“ geliefert bekomme.

Wolfgang Gerhardt Der Bundesgeschäftsführer der FDP, Hans-Jürgen Beerfeltz, hob in seinem Grußwort die wichtige Funktion des Archivs als Gedächtnis der Liberalen hervor. Den Liberalen sei daran gelegen, Werte zu bewahren und das Bewusstsein für Werte wach zu halten. In diesem Zusammenhang sei das Archiv als Hüterin des liberalen Schatzes unverzichtbar. Er äußerte sich zuversichtlich, dass auch die junge Generation liberaler Politiker schriftliche Unterlagen an das Archiv abgeben werden und der Bau von neuen Magazinräumen deshalb richtig gewesen sei.

Impressionen aus der Ausstellung „Freiheit“: 2.v.l. Detmar Doering (Leiter Liberales Institut), Peter Menke-Glückert, Frank Helmenstein, Prof. Philippe Alexandre (Université Nancy 2), Faßbender und Beerfeltz Im Anschluss an die Feierstunde hatten die Gäste die Gelegenheit, das Archiv zu besichtigen. Sie konnten sich davon überzeugen, dass das Architektenteam Kuchem und Ramseger einen transparenten und einladenden Bau geschaffen hatten, wie die Leiterin des Archivs, Monika Fassbender, in ihrer Begrüßungsrede hervorgehoben hatte.
Einen besonderen Akzent hatte die Einweihungsfeier durch künstlerische Arbeiten von Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums an der Moltkestraße in Gummersbach, die sich auf Anregung des Archivs des Liberalismus mit dem Thema „Freiheit“ auseinandergesetzt haben. Deren Kunstlehrer Georg Bee hatte in seinem Beitrag den schwierigen Prozess geschildert, einen abstrakten Begriff wie „Freiheit“ in Bilder umzusetzen – dass das den Schülern und Schülerinnen gut gelungen ist, war die einhellige Meinung aller Gäste. Die Ausstellung ist noch bis Ende August in den Räumen des Archivs zu sehen.
Downloads:
Redemanuskript Monika Fassbender
Redemanuskript Wolfgang Gerhardt
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