Afrikas liberale Parteien schließen sich zusammen
Mehrere Versuche gab es, die Zusammenarbeit zwischen der wachsenden Zahl afrikanischer Parteien, die sich dem Liberalismus verbunden fühlen, zu stärken. Doch erst im Juni 2003 konnten sich afrikanische Politiker in der Erklärung von Johannesburg auf wichtige liberale Grundsätze verständigen und gründeten das Africa Liberal Network als losen Zusammenschluß. In der Folge kamen Mandats- und Funktionsträger in Mitgliedsländern zu Trainingsmaßnahmen zusammen, die von der Friedrich-Naumann-Stiftung inhaltlich, organisatorisch und finanziell unterstützt wurden. So auch am Rande der letzten Tagung der Liberalen Internationale in Marrakesch, Marokko, im November 2006 als sich auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung Vertreter regionaler liberaler Zusammenschlüsse trafen. Damals lautete das Thema „Networking for Freedom – Challenges and Chances of Regional Liberal Party Alliances“. In Marrakesch erörterten die ALN-Vertreter den ersten Entwurf einer Satzung, die die Zielsetzung des Netzwerkes klärt sowie Kriterien und Verfahren für die Aufnahme und den Ausschluß von Mitgliedern. Die überarbeitete Satzung verabschiedeten ALN-Mitglieder Ende Januar/Anfang Februar 2007. Gleichzeitig wählten sie den Ivoirer Ali Touré zu ihrem Präsidenten und bestimmten für die fünf Regionen Afrikas jeweils einen Vizepräsidenten.

Präsident Ali Touré Einzelheiten dazu können der informativen Website www.africaliberalnetwork.org entnommen werden.
Zwischenzeitlich veröffentlichte ALN eine erste gemeinsame politische Stellungnahme und verurteilte die zunehmende Gewalt und Unterdrückung politischer Grundrechte in Simbawe.
Eva-Maria Köhler-Renfordt
Regionalbüroleiterin Afrika
Johannesburg





