Afrika: Kein hoffnungsloser Fall?

Rainer Erkens, Leiter des Regionalbüros Afrika Afrika, hier verstanden als die 48 Staaten des Kontinents, die nicht an das Mittelmeer grenzen, ist heute widersprüchlicher denn je. Einerseits sind die wirtschaftlichen und sozialen Daten für den Kontinent auch mehr als vier Jahrzehnte nach dem Beginn der Entwicklungspolitik überaus ernüchternd oder sogar erschreckend: Fast in allen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens liegt der Kontinent im weltweiten Vergleich an der letzten Stelle. Gleichwohl hat der Internationale Währungsfond (IWF) in seiner letzten Analyse der Weltwirtschaftssituation vom September 2004 für Afrika ein Wirtschaftswachstum von 4,6% (2004) bzw. sogar 5,8% (2005) vorausgesagt. Nicht weniger als 17 Länder werden im Jahre 2004 um mehr als fünf Prozent wachsen. Selten waren die Wirtschaftsaussichten des Kontinents so gut. Und besonders erfreulich ist, dass nicht nur die Ölproduzenten wie Nigeria, Angola oder Äquatorialguinea vom Boom profitieren, sondern auch Staaten ohne reiche Bodenschätze wie Ghana, Mosambik, Tansania und Uganda.
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