Afghanistan: Außenministerkonferenz und Zivilgesellschaft

Afghanistan Am 5. Dezember 2011 findet in Bonn eine internationale Außenministerkonferenz zu Afghanistan statt – fast auf den Tag genau zehn Jahre nach der Petersberger Konferenz von Afghanistan. Den Vorsitz der diesjährigen Außenministerkonferenz führt Afghanistan, Deutschland ist Gastgeber.
Auch Vertreterinnen und Vertreter der afghanischen Zivilgesellschaft melden sich mit eigenen politischen Vorschlägen zur Zukunft Afghanistans zu Wort. Sie werden ebenfalls in Bonn zu einer Konferenz zusammenkommen, dem Zivilgesellschaftlichen Forum Afghanistans, das am 2. und 3. Dezember stattfinden wird. Sie werden die Weltöffentlichkeit nutzen, um ihre Erwartungen an die Außenministerkonferenz zu formulieren und Empfehlungen zur politischen Zukunft Afghanistans zu präsentieren.
Dem in Bonn geplanten Zivilgesellschaftlichen Forum Afghanistans geht ein intensiver Beratungs- und Konsultationsprozess voraus. Unter Federführung der Afghanistan Independent Human Rights Commission (AIHRC) treffen sich verschiedenste zivilgesellschaftliche Akteure Afghanistans, um ihre Positionen für die Außenministerkonferenz zu erarbeiten. Darüber hinaus hat der afghanische Konsultationsprozess – die sogenannten Afghanistan-Aktivitäten – zum Ziel:
• eine Gruppe von 34 Delegierten zu wählen, die zum Zivilgesellschaftlichen Forum nach Bonn Anfang Dezember reisen wird;
• aus ihrem Kreis außerdem zwei Vertreter/innen zu ernennen, die an der offiziellen Außenministerkonferenz teilnehmen und die Positionen der afghanischen Zivilgesellschaft einbringen werden.
Die Afghanistan-Aktivitäten werden federführend von afghanischen Organisationen durchgeführt. Die Themensetzung, die Formulierung der Politikempfehlung sowie die Auswahl der nach Bonn reisenden Teilnehmer/innen obliegen alleinverantwortlich der afghanischen Seite.
Die zivilgesellschaftlichen Vertreter/innen Afghanistans werden in diesem Prozess von der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, der Heinrich-Böll-Stiftung sowie der Konrad-Adenauer-Stiftung begleitet und unterstützt. Die deutschen Politischen Stiftungen wirken in diesem afghanischen Prozess beratend und bilden eine Brücke zwischen der afghanischen und deutschen wie internationalen Öffentlichkeit. Darüber hinaus leisten sie organisatorische und logistische Hilfe und sorgen für Informationsaustausch und Transparenz zur offiziellen Außenministerkonferenz.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Heinrich-Böll-Stiftung begleiten unter Mitwirkung der Konrad-Adenauer-Stiftung die Aktivitäten in Afghanistan selbst. Die Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert in einer zweiten Phase in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit das Zivilgesellschaftliche Forum zur Außenministerkonferenz.





