Abschluß des “German Fund” in Palästina
Die Friedrich-Naumann-Stiftung, Büro Jerusalem, hat nach knapp achtjähriger Laufzeit das auf die Förderung von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) in den Palästinensischen Autonomiegebieten angelegte Projekt des „German Fund for Palestinian NGOs“ erfolgreich abgeschlossen. Durch dieses Projekt ist der Name „FNSt“ zu einem Markenzeichen in der palästinensischen Zivilgesellschaft geworden. Zahlreiche deutsche und vor allem engagierte lokale Mitarbeiter haben sich durch ihren Einsatz für den Aufbau demokratischer und pluralistischer Strukturen gerade außerhalb der städtischen Zentren Palästinas, aber auch um das Ansehen der Stiftung große Verdienste erworben.
Bethlehem Neben dem Grundanliegen deutscher Entwicklungszusammenarbeit - nicht nur in Palästina -, nämlich dem Aufbau demokratischer und pluralistischer Strukturen widmete sich der „German Fund“ vor allem zwei Aufgaben. Zum einen sollten inhaltlich und organisatorisch überschaubare Projekte zumeist kleiner NGOs in den Themenfeldern Menschenrechte, Frauen und Jugend gefördert werden. Mit dieser Ausrichtung unterschied sich der „German Fund“ nicht wesentlich von der Tätigkeit anderer internationaler Förderprogramme, lässt man die Ausrichtung auf eher ländliche Regionen außer Acht.
Einen ganz spezifischen Ansatz aber hatte der „German Fund“ durch seine intensive Förderung und Begleitung der lokalen Partnerorganisationen bei der Umsetzung und Dokumentation ihrer Projekte. Durch die Arbeit an dem jeweiligen vom „German Fund“ finanzierten Projekt sollte ganz wesentlich auch ein Beitrag zur institutionellen Stärkung und Qualifizierung der Partner geleistet werden. Dies betraf vor allem die Gretchen-Frage, wie das Projekt auf Nachhaltigkeit angelegt werden kann - auch für eine Zeit, in der keine Unterstützungsmittel von internationalen Sponsoren mehr eingeworben werden können. Für viele lokale NGOs, die auch die nicht unwichtige Funktion eines Arbeitgebers in einem Land mit extrem hoher Arbeitslosigkeit wahrnehmen, sind diese Fragen der Zukunft oft nur von nachgeordneter Bedeutung. Was zählt ist das Projekt - und damit die finanzielle Unterstützung im Hier und Heute.

Das winterliche Nablus Nur drei Beispiele – in diesem Falle allerdings aus dem städtischen Raum - seien kurz vorgestellt. Über mehrere Projektphasen hat der „German Fund“ das Jugendprojekt einer NGO in Nablus im nördlichen, überaus konservativen Teil der Westbank unterstützt. Ca. 200 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren, erweitert um eine Gruppe von ca. 30 Studenten, nahmen an den Veranstaltungen teil, die zum Ziel hatten, die jungen Leute für ein aktives Engagement in ihrer Gemeinde vorzubereiten und zu schulen. Die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse sollten – im Sinne des Schneeball-Systems – an andere Jugendliche dieser Altersgruppen weitergegeben werden. Zahlreiche auf Initiative der Jugendlichen durchgeführte Veranstaltungen belegen den Erfolg dieser Arbeit.





