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60 Jahre Israel: Junge Bürger haben das Wort

Cornelia Schmalz-Jacobsen, Mitglied des Kuratoriums, mit Roni Rothler und<br />
Patricio Abramzon Cornelia Schmalz-Jacobsen, Mitglied des Kuratoriums, mit Roni Rothler und
Patricio Abramzon Auf vielerlei Veranstaltungen wird in diesem Jahr auch in Deutschland dem 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels im Jahre 1948 gedacht. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat beschlossen, jungen Bürgern Israels das Wort zu geben. Auf Veranstaltungen in sieben deutschen Städten, die im Regelfalle in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Deutsch-Israelischen Gesellschaften durchgeführt werden, berichten junge, der Stiftung z.T. seit vielen Jahren in ihrer Arbeit eng verbundene Bürger Israels über ihre alltäglichen Erfahrungen und Probleme – „jenseits alarmierender Schlagzeilen“, wie es der Titel der Veranstaltungsreihe besagt.

Veranstaltung bei der 'Patriotischen Gesellschaft', Hamburg
Veranstaltung bei der 'Patriotischen Gesellschaft', Hamburg
Konzeption und Durchführung der Veranstaltungen liegen bei den Regionalbüros der Stiftung und beim Stiftungsbüro Jerusalem. Dessen Leiter, Hans-Georg Fleck, hat die beiden israelischen Gäste auf den ersten Veranstaltungen in Frankfurt/Main, Hamburg, Braunschweig und Berlin begleitet. Die durchweg gut besuchten Veranstaltungen – allein in Berlin fanden ca. 180 Gäste den Weg ins „Centrum Judaicum“ – vermittelten ein ungeschminktes, offenes und kritisches Bild der Lebensrealität in Israel heute.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen Themen wie die aktuelle Wirtschafts- und Sozialpolitik in Israel, die Lage der Frau oder die Situation der weit über eine Million Zuwanderer der letzten beiden Jahrzehnte. Israel ist eine typische Einwanderungsgesellschaft mit zahllosen sozialen und kulturellen Problemen, die in der Berichterstattung über den Nahost-Konflikt vielfach zu kurz kommen.

Die israelischen Gäste besuchen das Berliner Abgeordnetenhaus
Die israelischen Gäste besuchen das Berliner Abgeordnetenhaus
In den Fragen und Kommentaren der Besucher, die aus ihrer z.T. sehr positiven Grundhaltung zu Israel, z. T. aber auch aus ihrer unverhohlenen Kritik an Phänomenen der israelischen Politik kein Hehl machten, wurden jedoch auch zahlreiche andere Probleme angesprochen: so die Konfrontation zwischen säkularen und ultraorthodoxen Juden, die Lage der palästinensischen Minderheit in Israel oder der höchst umstrittene Siedlungsbau in der Westbank.

Erfreulicherweise verliefen alle Veranstaltungen in einer sehr positiven, sach- und dialogorientierten Weise – dies vor allem auch dank der erfrischenden Vortragsweise der israelischen Gäste. Wer auf den Geschmack gekommen sein sollte - im späten Oktober werden weitere Veranstaltungen in München, Weimar und Heidelberg folgen.

Hans-Georg Fleck

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letzte Änderung: 23.10.2008


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