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20 Jahre Tätigkeit in Israel

40 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel – 20 Jahre Projektaktivitäten der Friedrich-Naumann-Stiftung in Israel – ein doppelter Anlass für den Vorstandsvorsitzenden der FNSt, Dr. Otto Graf Lambsdorff, für ein intensives Besuchsprogramm in Israel. Vom 16. bis 22. Mai führte Graf Lambsdorff zahlreiche Gespräche mit langjährigen Partnern und hochrangigen Politikern aus Regierung und Opposition. Termine in Ostjerusalem und Ramallah mit palästinensischen Partnern und Politikern rundeten das Programm ab, denn neben einer 20jährigen Tätigkeit in Israel blickt die FNSt auf ein weiteres Jubiläum: Seit 10 Jahren ist die Stiftung auch in den palästinensischen Gebieten aktiv.

<i><small>Botschafter Rudolf Dressler <br />
im Gespräch mit <br />
Graf Lambsdorff</i></small> Botschafter Rudolf Dressler
im Gespräch mit
Graf Lambsdorff
Zwei festliche Veranstaltungen in Tel Aviv und Ramallah mit zahlreichen Partnern, Freunden der Stiftung und Ehrengästen aus dem öffentlichen Leben bereiteten einen würdigen Rahmen für die Jubiläen. Graf Lambsdorff unterstrich in seinen Reden, dass die FNSt als einzige deutsche politische Stiftung ihre Projektaktivitäten in Israel und in den palästinensischen Gebieten von einem Büro aus steuert, mit einem Team. An dieser Arbeitsstruktur, so Graf Lambsdorff, werde die FNSt festhalten; sie entspreche dem Ziel der Stiftung, über die Förderung von Dialogmaßnahmen auf politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Ebenen einen Beitrag zu einer von beiden Seiten akzeptierten Konfliktregelung zu leisten.

Darüber hinaus erinnerte er an die erfolgreichen Maßnahmen der Vergangenheit, die das Fundament liberaler Ideen und Politikkonzepte in beiden Projektgebieten gefestigt hätten. Besonders erfreut zeigte er sich über die Initiativen zur Bildung von Alumninetzwerken, in denen vor allem liberale Nachwuchsführungskräfte den Kontakt zur Stiftung vertiefen, aber auch den Dialog zwischen Israelis und Palästinensern ausbauen wollen. In den palästinensischen Gebieten arbeiten die Partner der Stiftung am Aufbau eines Liberalen Forums Palästina, das im sich entfaltenden Demokratisierungsprozess schon bald wichtige Beiträge in den politischen Reformdebatten liefern soll.

Graf Lambsdorff nutzte die Veranstaltungen in Tel Aviv und Ramallah zur offiziellen Verabschiedung des Projektleiters Dr. René Klaff, der in Kürze Jerusalem verlassen wird und neue Aufgaben für die Stiftung in Südasien übernehmen wird. Er bat die Partner der Stiftung, die Zusammenarbeit in der bewährten vertrauensvollen und offenen Art auch mit dem künftigen Repräsentanten der Stiftung, Dr. Hans-Georg Fleck, fortzusetzen

<i><small>Prof. Amnon Rubinstein,<br />
Ulrich Wacker, <br />
Graf Lambsdorff</i></small> Prof. Amnon Rubinstein,
Ulrich Wacker,
Graf Lambsdorff
Die Betonung vieler gemeinsamer Grundüberzeugungen über liberale Bildungskonzepte bestimmten die Gespräche am Interdisciplinary Center von Herzliyya, der ältesten und größten Privatuniversität Israels. Uriel Reichmann, Präsident des IDC, Professor Amnon Rubinstein, liberales Urgestein in Israel, und Avi Primor, langjähriger israelischer Botschafter in Deutschland, informierten Graf Lambsdorff und den ihn begleitenden Leiter der Auslandsabteilung der FNSt, Ulrich Wacker, über die bisherige Erfolgsgeschichte und die künftigen Chancen dieser innovativen und wettbewerbsorientierten Einrichtung.

<i><small>Graf Lambsdorff <br />
bei seiner Rede</i></small> Graf Lambsdorff
bei seiner Rede
Eine gemeinsame Veranstaltung zu 40 Jahren Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Israel, die in Kooperation mit DaimlerChrysler durchgeführt wurde, schloss den Besuch am IDC ab.

Intensive politische Gespräche wurden nicht nur mit den Führungspersönlichkeiten der israelischen liberalen Partei Shinui, Yosef "Tommy" Lapid und Avraham Poraz, sondern auch mit den beiden Stellvertretenden Ministerpräsidenten Shimon Peres (Labour Partei) und Ehud Olmert (Likud) geführt. Innenminister Pines-Paz, der ehemalige sowjetische Dissident Nathan Sharanky – bis Anfang Mai Mitglied der Regierung – und palästinensische Abgeordnete und Wirtschaftsführer gehörten gleichfalls zu den Gesprächspartnern. Dabei wurde deutlich, dass die Konfliktsituation zwischen Israel und den Palästinensern weiterhin von vielen Unwägbarkeiten und großem Eskalationspotential gekennzeichnet ist.

Abt Benedikt M. Lindemann, OSB und Graf Lambsdorff bei dessen Besuch der duetschen Benediktinerabtiel Hagia Maria Sion auf dem Zionsberg in Jerusalem am 17. Mai





Die Projekte in Jerusalem, so Graf Lambsdorffs Resumé, bleiben ein wichtiges Element der internationalen Arbeit der Friedrich-Naumann-Stiftung.

René Klaff
Projektleiter Israel
letzte Änderung: 12.09.2008


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