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Wagner: Ein Volk mit unterschiedlichen historischen Erfahrungen

Ruth Wagner
Ruth Wagner
Zu einem Festakt im Rahmen des 20. Jahrestages des Falls der Mauer haben die FDP-Landtagsfraktionen aus Hessen und Thüringen ins Schloss Geisa eingeladen. Festrednerin war Ruth Wagner, Mitglied des Kuratoriums der Stiftung für die Freiheit.

Die „Wahnsinnsnacht“ des 9. November 1989 sei in unserem kollektiven und individuellen Gedächtnis erst mit dem Abstand von 20 Jahren deutbar, sagte Ruth Wagner: "Heute, im Jahr 2009, zwanzig Jahre danach, sieht es so aus, als würden die Deutschen allmählich erkennen, dass sie sich mit dem Schicksalsjahr 1989 in einen ungeheuren Umbruch, eine revolutionäre Veränderung, ja, in einen Epochenwechsel begeben haben. Heute ist allen Bundesbürgern in Ost wie West klar, dass das vereinte, durch die friedliche Revolution in der DDR geeinte Deutschland kein erneuerter Nationalstaat geworden ist, sondern ein Land in der Mitte Europas, das aus der Geschichte gelernt hat."

Festrede von Ruth Wagner
letzte Änderung: 27.11.2009


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