"Potsdamer MauerVerlauf" macht Station am Stiftungssitz

"MauerVerlauf" - Station am Truman-Haus 28 Jahre war Berlin durch die Mauer geteilt. 20 Jahre nach dem Mauerfall haben Potsdamer Bürger nun mit einem Spaziergang, dem "1. Potsdamer MauerVerlauf", an die Zeit der Trennung erinnert – und dabei Station am Stiftungssitz, dem Truman-Haus, gemacht.

Enderlein, Berndt Mit Lampions und Laternen führte die Route von der Mauer-Gedenkstätte am Griebnitzsee zur Nike an der Glienicker Brücke. Erste Station war dann der Sitz der Friedrich-Naumann-Stiftung für Freiheit – dort wurden die Wanderer von Rolf Berndt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung und Kuratoriumsmitglied Hinrich Enderlein begrüßt, der auch zu den Organisatoren des "MauerVerlaufs" zählt. Es folgten eine Teepause und Ausschnitte aus dem Film Mauerflug.
Das Truman-Haus liegt an der ehemaligen Demarkationslinie. Nach der Schlacht um Berlin 1945 nahm deren Sieger, General Shukov, das Anwesen für einige Tage in Beschlag, am 15. Juli 1945 bezog US-Präsident Harry S. Truman die Villa als Residenz während der Potsdamer Konferenz - er nannte sie "Little White House", sein Aufenthalt dort brachte ihr den Namen "Truman-Haus" ein.

Teepause Von 1961 bis 1974 beherbergte das Gebäude, inzwischen in der Karl-Marx-Straße, eine Polytechnische Oberschule - direkt an der Berliner Mauer gelegen. Danach diente das Haus u.a. als Möbellager. 1998 erwarb es die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Die Sanierung wurde im September 1999 durch eine Brandstiftung stark beeinträchtigt. Im April 2001 nahm die Stiftung dort ihre Arbeit auf.
Am Bürgershof Klein-Glienicke folgte die Abschlussveranstaltung des "MauerVerlaufs" mit dem Konzert eines DDR-Liedermachers. Veranstalter war der Förderverein Lindenstraße 54.




