2. Stipendiaten-/Altstipendiaten-Treffen NRW

Christian Taaks, Prof. Gogoll und Klaus Füßmann
Das Stiftungs-Regionaltreffen NRW, durchgeführt vom Regionalbüro Gummersbach in Zusammenarbeit mit der Begabtenförderung (in Anwesenheit des Leiters Christian Taaks), setzt sich jährliche folgende Ziele: Das Netzwerk liberaler akademischer Intelligenz in NRW soll dichter geknüpft und der Informations- und Projektaustausch über Belange der Stiftung direkter vollzogen werden. Zudem ist es mittlerweile bewährte Praxis, in einem durch liberale landespolitische Kompetenz geprägten politischen Part sowie einem wissenschaftlichen Vertrauensdozenten-Part aktuelle, auch brisante Themen im Kreise von Studenten, Akademikern, Hochschullehrern zu behandeln.
Die Bedeutung der FDP als „erkennbare politische Gestaltungskraft“ akzentuierte NRW-Fraktionsvorsitzender und Altstipendiat Gerhard Papke im Rahmen seines Vortrags zur „Liberalen Politik in NRW“ (und im Bund) beim 2. Regionaltreffen NRW der Stipendiaten, Altstipendiaten und Vertrauensdozenten in Köln. Ca. 50 Vertreter der akademischen Intelligenz diskutierten lebhaft mit dem nordrhein-westfälischen Spitzenpolitiker.

FDP-Fraktionschef Papke beantwortet Fragen eines Stipendiaten
Die nordrhein-westfälische FDP hat auch und vor allem durch Papkes Wirken in der Regierungszeit von 2005 bis 2010 zahlreiche ambitionierte Reformprojekte auf den Weg gebracht. Gerade das Hochschulfreiheits-Gesetz, das mehr Leistungsorientierung, Verwaltungseffizienz und Gestaltungsautonomie realisierte, steht leuchtturmartig für die erfolgreiche liberale Bildungspolitik der Fraktion und des ehemaligen Innovationsministers Pinkwart. Auch der Ausstieg aus dem Subventionsbergbau war ein Kraftakt, der viel Mut und Standfestigkeit erforderte. Stellungnahmen im Publikum machten deutlich, dass derartige Reformerfolge mit klarerer liberaler Handschrift in der Berliner Regierungskoalition leider vermisst werden.

Prof. Gogoll referiert über die Euro-Staatsschulden-Krise
Prof. Frank Gogoll, Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Fachhochschule Köln und Vertrauensdozent übernahm die Aufgabe, einen wissenschaftlichen Blick auf die „Euro-Staatsschuldenkrise“ zu richten, ein Thema, das derzeit die politische Agenda bestimmt. Es war wohltuend, die (Talkshow-)Bühne politischer Plakativ-Einschätzungen (Staats- oder Marktversagen) bzw. Banal-Lösungen („mehr“ oder „weniger“ Europa) zu verlassen und sich auf das sichere Parkett der präzise rekonstruierbaren Chronologie/Kausalität der Krise zu begeben und alle Optionen die derzeit diskutiert werden (etwa Schuldenschnitt, Stabilitätsmechanismen, Eurobonds), in objektiver Sachperspektive zu reflektieren. Dass die Präsentation und Diskussion des „Euro“-Themas über den offiziellen Zeitrahmen und das angestrebte Veranstaltungsende hinausging, beweist die hohe Akzeptanz, die Prof. Gogolls Ausführungen fanden.
Das Regionaltreffen mündete schließlich in zahlreiche Kontakte und Projekte. So hat sich eine Ansprechpartnerin für Stiftungs-Veranstaltungen in Duisburg gemeldet oder sind Hilfestellungen angeboten worden für Werbematerialien-Bereitstellung im Rahmen eines stipendiatischen Infotages an der Universität Bielefeld. Last but not least, ist 2012 im Landtag NRW ein Informationsaustausch zu politischen Themen zwischen der Landtagsfraktion und interessierten Stipendiaten aus NRW geplant.





