100 Jahre Werkbund: Vom Sofakissen zum Städtebau

Dr. Paul Siegel, Rolf Berndt, Carl Philipp Burkert Friedrich Naumann war einer der Köpfe hinter dem Werkbund – Grund genug für Mitarbeiter der Stiftung, die Jubiläumsausstellung in Berlin zu besuchen. Dr. Paul Siegel führte sachkundig durch ein Jahrhundert Werkbund-Geschichte. Der Deutsche Werkbund wurde 1907 in München mit dem Ziel gegründet, die Qualität aller industriell hergestellten Produkte zu verbessern, um in der durch Industrialisierung und Urbanisierung veränderten Welt wieder eine „harmonische Kultur“ zu erreichen. Die Arbeit des Bundes von Architekten, Künstlern und Unternehmern spiegelt Architektur, Kunst und Design eines ganzen Jahrhunderts in ihren jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen wider. Die Ausstellung, zuletzt mit großem Erfolg in der Münchner Pinakothek der Moderne, dokumentiert die Wurzeln der Werkbundbewegung und ist noch bis zum 18. November in der Berliner Akademie der Künste zu sehen.
An dieser Stelle können Sie erste Eindrücke gewinnen, begleitet von einem Geleitwort, das das Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Ruth Wagner, für das Buch „Friedrich Naumann - Ausstellungsbriefe Berlin, Paris, Dresden, Düsseldorf 1896-1906“ verfasst hat:

Friedrich Naumann lieferte Leitlinien für den DWB und wirkte als geistiger Mentor „Selbst gewählter Zweck der Friedrich-Naumann-Stiftung vor fast 50 Jahren, nämlich 1958, vom ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, gegründet, ist die Vermittlung der „liberalen, sozialen und nationalen Ziele“ des Namensgebers, einem der Gründungsväter der ersten Deutschen Republik. Die Erinnerung an seine politische Botschaft, nämlich die Idee der Freiheit in allen Schichten des Volkes zu verankern, soziale Verantwortung bei allen Bürgern anzuregen und vorrangig für die Schwachen einzufordern, wie auch die Erinnerung an seine christliche Überzeugung und seine nationale Orientierung, hat sich die Friedrich-Naumann-Stiftung zur Aufgabe gemacht. Dies geschieht im In- und Ausland durch „Veranstaltungen, Publikationen und Unterstützung von Kunst und Kultur.“ Gemeint ist damit nicht nur die Entwicklung und Förderung „politischer Kultur“, sondern auch die der Ethik, der Kunst, der Ästhetik.





