10 Thesen zum liberalen Patriotismus in Deutschland

Jordan, Füßmann
Das IV. Eugen-Richter-Forum hat sich in der Theodor-Heuss-Akademie mit den Perspektiven eines weltoffenen Patriotismus in Deutschland befasst. Die fahnenträchtige Identifikation mit der deutschen Fußball-Nationalelf bei der Weltmeisterschaft 2006 hat unter Beweis gestellt, dass in der Berliner Republik gemeinschaftsbildende Werte, die die eigene Nation ausdrücklich mit einbeziehen, höchst aktuell sind. Dies ist auch für Liberale von entscheidender Bedeutung, geht es doch in ihren Ordnungsvorstellungen immer um eine selbst-bewusste und kreative Zivilgesellschaft, die beim Tausch von Ideen, Gütern und Dienstleistungen gesellschaftliche Stabilität durch reflektierte Traditionsvergewisserung und positive Gemeinschafts-Bezüge (auch im nationalen Entscheidungsraum) zu erlangen versucht.

Rathenow
Am ersten Abend referierte der Bonner Patriotismus-Forscher Volker Kronenberg über die Berliner Republik als „Vaterland“. Am nächsten Tag konzentrierte sich die freie Journalistin Corinna Blümel auf das Thema „Emotionale Reviere - Der Boom des Heimatgefühls“, und der amerikanisch-deutsche Journalist Don Franklin Jordan sprach über den Patriotismus in den USA. Nach kulturellen Programm-Teilen (vor allem einer Lesung mit dem DDR-Dissidenten und Schriftsteller Lutz Rathenow) und parallel tagenden Gesprächskreisen zu Phänomenen gewachsener nationaler Orientierung in den letzten Jahren analysierte zum Schluss der Tagung der Wirtschaftsexperte und Staatssekretär a.D. Klaus Bünger zum Thema „Patriotismus als Wirtschaftsfaktor – Die Deutschen und die aktuelle Wirtschaftskrise.“
Klaus Füßmann
Leiter des Veranstaltungsprogramms der Theodor-Heuss-Akademie
Die Ergebnisse und Diskussionen des Forums in 10 Thesen zusammengefasst (PDF)
„Patriotismus als Wirtschaftsfaktor – Die Deutschen und die aktuelle Wirtschaftskrise“ von Klaus Bünger





